Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Straßenbahnen fahren bald nur noch eingleisig
Mecklenburg Rostock Straßenbahnen fahren bald nur noch eingleisig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:04 26.02.2018
RSAG-Mitarbeiter Andreas Lüdtke an der Kletterweiche, die während der Sanierung der Petribrücke zum Einsatz kommt.
RSAG-Mitarbeiter Andreas Lüdtke an der Kletterweiche, die während der Sanierung der Petribrücke zum Einsatz kommt. Quelle: Christina Milbrandt
Anzeige
Rostock

Reutershagen. Fahrplanänderung im Rostocker Nordosten: Wegen der lange geplanten Sanierung der Petribrücke muss die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) den Personennahverkehr zwischen Zentrum und den Vierteln Dierkow und Toitenwinkel ab 16. März umdisponieren.

Veränderte StreckenführungAb Baubeginn werden die Straßenbahnen eingleisig über die Petribrücke fahren. „Dieser Abschnitt ist etwa 800 Meter lang“, sagte Andrej Kirschbaum, Verkehrsplaner bei der RSAG, bei der offiziellen Vorstellung des neuen Fahrplans. Hinzu komme eine Fahrtzeit von rund dreieinhalb Minuten. „Dewegen werden wir das Angebot, wie es heute ist, nicht mehr komplett anbieten können“, so Kirschbaum. Derzeit werden pro Stunde 15 Fahrten angeboten, während der Bauzeit wird werktags auf zwölf reduziert. Die Linien 2 und 4 werden während der Bauarbeiten eine veränderte Streckenführung erhalten. Während die 2 zur Dierkower Allee statt zum Kurt-Schumacher-Ring fahren wird, wird die 4 zwischen Steintor und Dierkower Allee herausgenommen. Der Streckenabschnitt zwischen Dierkower Kreuz und Kurt-Schumacher-Ring wird gar nicht bedient. Wer in die Innenstadt oder zum Hauptbahnhof fahren möchte, muss auf die Linien 2 und 3 an der Lorenzstraße ausweichen oder die angebotenen Buslinien als Alternative nutzen. Auch die Haltestelle Petridamm kann für den Zeitraum der Maßnahme nicht bedient werden. Die Streckenführung der Linien 1 und 3 verändert sich nicht.

Sperrwochenende vom 16. bis 18. MärzGenerell sollen die Fahrgäste mit dem neuen Plan so unkompliziert wie möglich zu ihren gewohnten Zielen kommen. Vom 16. bis 18. März müssen die Rostocker sich zunächst aber dennoch auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Denn an diesem Wochenende sind beide Gleise, die über die Petribrücke führen, voll gesperrt. Um die Ausfälle auszugleichen wird teilweise Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten. Sperrungen wie diese wird es noch einmal zur Mitte und zum Ende der Bauarbeiten geben.

Neuer Plan auch für gesamtes StadtgebietAb 17. März wird es auch für ganz Rostock Veränderungen im Fahrplan geben. Normalerweise tritt dieser Jahresfahrplan immer Anfang des Jahres in Kraft. Da aber die Sanierung der Petribrücke auf dem Plan stand, wurde entschieden, alle Neuerungen gleichzeitig beginnen zu lassen. „Wir wollten den Fahrgästen innerhalb eines Vierteljahres nicht zu viel zumuten“, sagt Jan Bleis, RSAG-Vorstand Markt und Technik. Auf der Buslinie 49 wird es von Montag bis Freitag stündlich zusätzliche Fahrten zwischen Dierkower Kreuz und Lütten Klein Zentrum geben. Außerdem wird der Nachtbus F 2 an den Wochenenden und vor Feiertagen durchgängig im 30-Minuten-Takt fahren. Das sei von beiden „Fledermäusen“ der Bus mit der größten Nachfrage, informierte Bleis. Mit den erweiterten Fahrten der Nachtlinie sei Rostock auf Großstadtniveau angekommen. Neue Abfahrtzeiten gelten auch im Fährverkehr: Die Fähre zwischen Kabutzenhof und Gehlsdorf ist ab Inkrafttreten des neuen Verbundfahrplans montags bis freitags bereits ab 14 Uhr im 20-Minuten-Takt unterwegs. Weitere Infos gibt es unter www.rsag-online.de sowie unter www.verkehrsverbund-warnow.de

Milbrandt Christina