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Rostock Streit um Rostocks neue Kinderklinik: Selbst der Uni-Chef warnt vor einem Alleingang
Mecklenburg Rostock Streit um Rostocks neue Kinderklinik: Selbst der Uni-Chef warnt vor einem Alleingang
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10:25 13.10.2019
Bisher ist Rostocks neue Kinderklinik am Krankenhaus Südstadt geplant. Doch die Uni arbeitet an eigenen Plänen. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Die Rostocker Uni-Medizin arbeitet am Alleingang in Sachen „Eltern-Kind-Zentrum“ – und gefährdet damit den Bau einer neuen, modernen Kinderklinik für die Hansestadt und die gesamte Region. Doch dass die eigenen Planungen – ohne die stadteigene Südstadt-Klinik im Boot – jemals Erfolg haben werden, bezweifelt selbst der „oberste Chef“ der Universität: „Ein eigenständiges Gebilde Eltern-Kind-Zentrum als eigene rechtliche Konstruktion hat aus meiner Sicht die größten Chancen auf Umsetzung“, schreibt Uni-Rektor Wolfgang Schareck in einer vertraulichen Mail an Führungskräfte und ehemalige Mitarbeiter.

Im Klartext: Entweder gelingt ein Gemeinschaftsprojekt, an dem die beiden Rostocker Krankenhäuser beteiligt sind, oder die Kinderklinik wird nicht geben. „Die Wahrscheinlichkeit wächst, dass manche froh sind, hier überhaupt kein Geld ausgeben zu müssen“, so Schareck weiter. Auch dem Ansinnen von Vize-Klinikvorstand Emil Reisinger, die Geburtenstation und die Neugeborenen-Medizin, aus der Südstadt an die Uni zurückzuholen, erteilt Schareck eine Abfuhr: „Die Vorstellung, wieder Betten für die Gynäkologie/Geburtshilfe in die Uni zu bekommen, halte ich für illusorisch.“

SPD will Klinik zum Thema machen

Unterdessen wächst auch in der Rostocker Stadtpolitik der Unmut über das Hin und Her in Sachen Kinderklinik: Die SPD kündigt jetzt an, den Alleingang der Uni zum Thema einer „aktuellen Stunde“ in der Bürgerschaft machen zu wollen. „Rostock braucht ein modernes Eltern-Kind-Zentrum. Die bisherigen Planungen sollten nicht einseitig durch die Leitung der Unimedizin infrage gestellt werden“, sagt SPD-Stadtchef Julian Barlen. „Der Wert der neuen Kinderklinik für Kinder, Eltern und den gesamten Standort Rostock ist viel größer als mögliche Einzelinteressen. Daher erwarte ich von allen Beteiligten weiterhin ein klares Bekenntnis zum gemeinsam getragenen Zentrum am Standort Südstadt und eine zügige Umsetzung. So wie verabredet!“

Barlen ist auch Generalsekretär der Landes-SPD und will auch in Schwerin das Thema erneut auf die Agenda der Landesregierung und der Ministerien setzen. Im Internet-Netzwerk schreiben die Rostocker Sozialdemokraten: „Wir bleiben dabei: Rostock braucht ein gemeinsam von Südstadtklinik und Universität getragenes Eltern-Kind-Zentrum. Hierzu gibt es sehr konkrete und überzeugende Planungen, die nicht durch Uni-interne Ränkespiele, Querelen und Egoismen torpediert werden dürfen.“

Mehr zum Thema: Uni bootet Hansestadt aus: Warum Rostocks neue Kinderklinik vor dem Aus steht

Von Andreas Meyer

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