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Rostock Streit um Schülerticket: Grüne wollen Kaufpreis notfalls erstatten
Mecklenburg Rostock Streit um Schülerticket: Grüne wollen Kaufpreis notfalls erstatten
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05:39 30.03.2019
Uwe Flachsmeyer (B90/Grüne) kritisiert die Landesregierung für ihr Veto gegen die Einführung des kostenlosen Schülertickets ab Sommer 2019. Quelle: OVE ARSCHOLL
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Rostock

Damit Rostocks Schüler doch schon ab Sommer kostenlos mit Bus und Bahn fahren können, sollen den Eltern die Kosten für den Kauf eines Schülertickets notfalls erstattet werden. Das sieht ein Dringlichkeitsantrag der Grünen in der Bürgerschaft vor. Hintergrund: Das Land hat sein Veto gegen die Einführung eines kostenlosen Schülertickets in der Hansestadt zum Beginn des Schuljahres 2019/2020 eingelegt. Es sollen nicht alle gesetzlichen verbindlichen Voraussetzungen gewährleistet sein, heißt es in Schwerin. Auch der Landkreis hat dem Vorhaben noch nicht zugestimmt.

 „Es ist ungeheuerlich, dass die Landesregierung das kostenfreie Schülerticket durch das Veto der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern blockiert“, sagt Grünen-Fraktionschef Uwe Flachsmeyer. Rostock sei hier vorangegangen und stemme diese wichtige Verbesserung für die Schüler aus eigener Kraft – rund drei Millionen Euro stehen für die Einführung bereit. „Und jetzt bremst hier ausgerechnet das Land, das eine angemessene Beteiligung an den Kosten der Schülerbeförderung seit Jahren verweigert?“, sagt Flachsmeyer.

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Die Grünen hoffen noch, dass Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) ein Umdenken bei Landesverkehrsminister Christian Pegel (SPD) erreicht. Gelingt dies nicht, soll den Käufern des Schülertickets der Preis ab August erstatten werden. „Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass Landkreis und Land ihr nicht zustimmen müssten, weil sich am Tarif formal nichts ändert“, sagt Flachsmeyer. Damit würden keine weiteren Verzögerungen eintreten, so der OB-Kandidat.

Eine andere Idee ist es, den Schülern ab August wenigstens ein kostenloses Ticket für Busse und Straßenbahnen der RSAG zu ermöglichen. S-Bahn, Fähre und Rebus wären dann zunächst weiter zu bezahlen. Die Idee soll von den Linken stammen. Flachsmeyer ist skeptisch: „Das würde voraussichtlich wieder die Zustimmung aller erfordern und könnte erneut ausgebremst werden.“

André Wornowski

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