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Technologiepark Warnemünde bekommt Campus-Kita

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21:00 18.12.2019
So soll die Campus-Kita im Technologiepark Warnemünde aussehen. Quelle: b3 architekten & ingenieure
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Rostock

Die Bäume sind gefällt und der Bauantrag ist eingereicht. Dort, wo aktuell noch eine große leerstehende Grünfläche auf dem Campus des Technologieparks Warnemünde dominiert, soll schon im Sommer kommenden Jahres ein Ersatzneubau für die Kindertagesstätte „Strandmuschel“ entstehen. Von den größeren Kapazitäten werden nicht nur Eltern, die bei den ansässigen Unternehmen arbeiten profitieren, sondern Familien aus dem gesamten Wohngebiet.

Sanierung nicht möglich

Sowohl die Warnemünder als auch der Kita-Träger fiebern dem Bauvorhaben entgegen. „Wir sind froh, wenn das Vorhaben im kommenden Jahr endlich realisiert werden kann und der Umzug ins neue Gebäude erfolgt. Die Planung ist bereits 2013 angelaufen“, berichtet Kathleen Lührs, Kita-Bereichsleiterin der Volkssolidarität.

Weil die alte Villa in der Parkstraße aus brandschutztechnischen Gründen nicht mehr als Kindertagesstätte tragbar sei und sich eine Sanierung des Gebäudes gemäß den gesetzlichen Anforderungen als nicht möglich herausgestellt habe, beabsichtigt der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hanse-und Universitätsstadt Rostock (KOE) einen Neubau in der Friedrich-Barnewitz-Straße.

Mehr Kita-Plätze im Stadtteil

Insgesamt 168 Heranwachsende sollen dort unterkommen – davon 54 Krippenkinder und 114 Kindergartenkinder. Das seien rund 80 Plätze mehr als noch am alten Standort. Laut KOE-Sprecherin Josefine Rosse sollen vor allem die Mitarbeiter des Technologieparks Warnemünde sowie weiterer ortsansässiger Firmen, wie die Hochschule Wismar oder das Luft- und Raumfahrt-Forschungszentrum, von dem Angebot profitieren. „Damit wird die Wirtschaftskraft und Attraktivität des gesamten Standortes gestärkt.“

Hofansicht der geplanten Kita. Quelle: b3 architekten & ingenieure

Die Volkssolidarität Rostock-Stadt als Träger betont indes, dass der Kindergarten allen Familien aus dem Stadtteil zur Verfügung stehen werde. „Der Bedarf an Betreuungsplätzen in Warnemünde wird immer größer. Wir möchten uns für niemanden verschließen.“ Es sei aber vorstellbar die Öffnungszeiten der Kita anzupassen, sodass die Mitarbeiter am Campus flexibler wären.

„Das würde die Work-Life-Balance vieler hier arbeitender Eltern erheblich steigern“, findet Technologiepark-Chefin Petra Ludwig. Sie ist daher froh über den geplanten Zuwachs im Technologiepark.

Grünfläche steigert Aufenthaltsqualität

Da der Entwurf für das zukünftige Gebäude von den Nutzern und den beteiligten Ämtern bestätigt wurde, konnte der Bauantrag im Mai dieses Jahres gestellt werden, wie Rosse mitteilt. Das Genehmigungsverfahren sei ebenfalls bereits gestartet, weshalb die Arbeiten für den Sommer 2020 avisiert werden. Voraussichtlich ein Jahr später sollen diese abgeschlossen und der Neubau bezugsfertig sein.

Errichtet werde das neue Gebäude auf einer rund 6100 Quadratmeter großen, derzeit unbebauten, Grünfläche. Der eingeschossige Baukörper werde u-förmig angeordnet, sodass ein großzügiger und geschützter Innenhof entsteht. „Das gesamte Haus ist dann von Grün umschlossen, was für eine insgesamt erhöhte Aufenthaltsqualität sorgt“, meint Rosse.

Ein Vorteil gegenüber dem bisherigen Standort, wie Ludwig findet. Denn an der belebten Kreuzung an der Parkstraße seien die Kinder täglich dem Verkehrslärm und Abgasen ausgesetzt. „Das kann auf Dauer nicht gut sein. Der Nachwuchs ist unser höchstes Gut. Da ist der Umweltaspekt aus gesundheitlichen Gründen ein wichtiger Aspekt.“

Kosten: 3,8 Millionen Euro

Strukturell gliedert sich der Neubau in drei Teile: einem Krippenbereich mit Gruppen- und Schlafräumen, dem Kindergartenbereich, der Platz für acht Gruppen bietet sowie Aufenthaltsbereiche für die Heranwachsenden und ein Verwaltungstrakt. „Nach Abschluss des Bauvorhabens kann ein Teil der Wände der Kita, die zum Innenhof zeigen, gemeinsam durch die Kitaleitung und die Kinder individuell gestaltet werden“, so Rosse.

Die Finanzierung des Bauvorhabens erfolgt über Eigenmittel des KOE und Kredite. Die Kosten liegen voraussichtlich bei 3,8 Millionen Euro.

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