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Rostock Wachstum: Warnemünde setzt auf mehr Technologie
Mecklenburg Rostock Wachstum: Warnemünde setzt auf mehr Technologie
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20:00 20.03.2019
Im Warnemünder Technologiezentrum siedeln sich immer wieder neue Unternehmen an. Quelle: TZW
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Rostock

Medizintechnik, Life Science oder Luft- und Raumfahrt – seit vielen Jahren gehört das Technologiezentrum Warnemünde (TZW) zum Rostocker Stadtbild und ist dort nicht mehr wegzudenken. Seit seiner Gründung im Jahr 1990 ist es, gemessen an den Arbeitsplätzen, um das 25-fache gewachsen, wie die Geschäftsführerin Petra Ludwig bestätigt: „Das Zentrum ist keine in sich abgeschlossene Sache, es ist immer in Bewegung und entwickelt sich stets weiter.“ Nur so könne der Standort mit anderen Einrichtungen mithalten. Um die technologieorientierte Landschaft und die Gründerszene weiter mitzugestalten, setzt die Chefin auf neue Projekte und eine mögliche Erweiterung des Campus.

Neues am Standort

„Uns ist es wichtig, den Technologiestandort Warnemünde zu stärken. Die Stadt hat so viel mehr zu bieten, als nur den Tourismus. Das sollte man auch nach außen kommunizieren“, so die Chefin. Daher ist sie stets bemüht den jungen Unternehmen ein attraktives und innovatives Umfeld zu schaffen. Erst im vergangenen Jahr sei ein gemeinsames Pilotprojekt mit den Stadtwerken gestartet. „Damit ist unser Standort der erste, der mit Hochgeschwindigkeits-Anschlüssen versorgt wird und somit eine Bandbreite im Giga-Bereich genießen kann“, sagt die Geschäftsführerin. Dies sei für alle ansässigen Firmen ein riesen Vorteil. „Wir sind froh, dass wir dieses digitale Angebot bieten können.“

Seit Anfang des Jahres gäbe es zudem eine neue Internetplattform, eine sogenannte Praktikumsdatenbank. „Sowohl Anbieter als auch Suchende können sich über diese Seite schnell miteinander vernetzen“, meint Ludwig. Das Besondere dabei sei, dass es für alle Beteiligten kostenfrei ist. „Wir wollen den Leuten die Möglichkeit geben, sich schnell und unkompliziert zu vernetzen und gleichzeitig Rostock als Wissenschaftsstandort bewerben“, erklärt sie weiter.

Dies sei auch der Grund gewesen, weshalb der Verbund der Technologiezentren MV den „Inno Award“ ins Leben gerufen habe. Der mit 18 000 Euro dotierte Preis wird für besondere wissenschaftliche und unternehmerische Leistungen vergeben. „Bis zum 30. April können sich kreative Köpfe noch dafür bewerben“, sagt Ludwig, die zugleich Vize-Vorsitzende des Verbundes der fünf großen Technologiezentren des Landes ist. „Ich freue mich schon auf die zahlreichen Ideen.“

Container sollen Austausch zwischen Gründern vereinfachen

Auf einer Startup- Erkundungsreise in die Schweiz ist die Geschäftsführerin auf diese Containerkonstruktion gestoßen. Auch für das Technologiezentrum kann sie sich solche Räumlichkeiten vorstellen. Quelle: Petra Ludwig

„Um den Zeitgeist für innovative Ideen nicht zu verpassen“, holt sich die TZW-Chefin gelegentlich Anregungen im Ausland. So auch im September letzten Jahres, als sie auf einer Start-up- Erkundungsreise in der Schweiz war. „In Zürich bin ich auf ein Gebäude aus Containern gestoßen. Das war eine Mischung aus dem Warnemünder Dock Inn und unserem Technologiezentrum“, erinnert sie sich. Ein Bild, das die gebürtige Rostockerin nicht mehr vergessen konnte. „So etwas kann ich mir hier am Standort super vorstellen.“ Solch ein innovatives Bauwerk würde ideal zu Verdichtung des Campus beitragen. Aktuell würden sogar Verhandlungen mit der Universität Rostock laufen, um die Umsetzung des Konzeptes zu prüfen. „Ich verspreche mir viel davon. Damit soll ein offener Raum geschaffen werden indem die Unternehmen in Verbindung treten können und Kooperationen starten“, so die Geschäftsführerin.

Über die Erweiterung des Zentrums sei schon oft gesprochen worden, denn die Kapazitäten seien nun langsam erschöpft. „Der Bedarf ist groß und die ansässigen Firmen profitieren von den kurzen Wegen untereinander.“ Einen geeigneten Ort hat Petra Ludwig bereits im Auge, wie sie berichtet. Ein angrenzender ehemaliger Sportplatz, sowie eine Fläche auf der anderen Seite der Stadtautobahn stünden zur Verfügung. „Die Stadt hat das Potenzial des Technologiezentrums erkannt und es im Flächenentwicklungsplan berücksichtigt“, sagt die Chefin.

Paradies für Gründer

Rund 80 Unternehmen sind am Technologiezentrum in Warnemünde ansässig. Sowohl technologieorientierte Firmen als auch Existenzgründer sind am Standort zu finden.

Mehr als 800 Mitarbeiter werden derzeit beschäftigt.

160 Unternehmen sind seit dem Jahr 1990 wieder erfolgreich ausgegründet. Davon haben sich acht Firmen mit eigenen Gebäuden wieder in den Technologiestandort wieder integriert. Viele andere haben sich am Fischereihafen oder in der näheren Umgebung niedergelassen.

Gemessen an den Arbeitsplätzen, hat sich das Technologiezentrum seit seiner Gründung um fast das 25-Fache erweitert.

Susanne Gidzinski

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