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Rostock Teure Technik: Streit um iPads für die Bürgerschaft
Mecklenburg Rostock Teure Technik: Streit um iPads für die Bürgerschaft
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07:36 12.08.2014
Politik mobil und digital: Ab Oktober werden alle Bürgerschaftsmitglieder im Rathaus mit iPads ausgestattet. Quelle: Andreas Meyer
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Rostock

Rund 1,75 Tonnen Papier druckt Rostocks Rathaus für die Politiker der Stadt aus - zusammen mehr als 350 000 Seiten. Doch damit soll jetzt Schluss sein: Ab Oktober sollen alle Mitglieder der Bürgerschaft ihre Vorlagen auf nagelneuen Tablet-Computern bekommen. Das aber sorgt für Ärger: Die UFR spricht von „Steuer-Verschwendung“.

„Es geht in erster Linie darum, die Arbeit der ehrenamtlichen Politiker zu erleichtern und orts- und zeitunabhängig zu ermöglichen. Dabei werden vor allem Zeit und Papier gespart“, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze. Statt bergeweise Papier auszudrucken, zu sortieren und zu verschicken, bekommen die Bürgerschaftsmitglieder nun alle Vorlagen im Ratsinformationssystem und können diese von überall abrufen.

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Dass es ausgerechnet die Tablets von Apple sein mussten, versteht Linken-Fraktionschefin Eva-Maria Kröger aber nicht: „Es hätte auch günstigere Geräte gegeben.“ Schließlich kauft das Rathaus Apples Spitzenmodell: mit WLAN und Mobilfunkkarte sowie 16 Gigabyte Speicher.

„Verschwendung“, schimpft UFR-Chef Philipp. „Das ist wieder typisch Politik: Auf Kosten der Steuerzahler wird so ein Prestige-Nummer abgezogen. Die Abgeordneten sollen sich die Geräte selber kaufen“, fordert er.



Andreas Meyer