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Rostock Thai Union prüft Wiederaufbau der Fischölfabrik
Mecklenburg Rostock Thai Union prüft Wiederaufbau der Fischölfabrik
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17:03 04.06.2019
Brand in Gewerbegebiet Bentwisch
Brand in Gewerbegebiet Bentwisch Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Nach dem Großfeuer im Gewerbegebiet Bentwisch, bei dem eine hochmoderne Fischöl-Raffinerie völlig zerstört wurde, denkt das Unternehmen Thai Union an Wiederaufbau. Philipp Schröder, Werksleiter der Thai Union Marine Nutrients GmbH, erklärt: „Wir prüfen derzeit alle Möglichkeiten, so schnell wie möglich wieder mit der Produktion zu beginnen. Das gesamte Team der Fabrik wird selbstverständlich auch in der Zwischenzeit voll bezahlt.“

„Das ist ein großer Verlust für uns alle“

Werksleiter Philipp Schröder zur Eröffnung der Raffinerie im November 2018 vor den Tanks. Quelle: Doris Deutsch

Der Brand am Produktionsstandort Bentwisch habe nicht nur ein Fabrikgebäude, sondern die Arbeit eines herausragenden Teams zerstört, so Schröder. „Das ist ein großer Verlust für uns alle“, sagt der junge Betriebsleiter. Das Unternehmen arbeite jetzt eng mit Polizei und Versicherungsunternehmen zusammen, um Klarheit über Brandursache und Ausmaße des Schadens zu erlangen. „Um einschätzen zu können, ob Teile der Anlage wieder hergestellt werden können“, erklärt Schröder. Nach dem Brand am vergangenen Sonnabend wurde der Schaden auf 20 bis 25 Millionen Euro beziffert.

Hervorragende Bedingungen in Bentwisch

Die Entscheidungen zur Zukunft der Produktion werde die Thai Union Group treffen. „Der Erhalt der Arbeitsplätze spielt bei allen Überlegungen eine wichtige Rolle“, betont Schröder. Leon Coolen, Managing Director bei der Thai Union Group, lobt den Einsatz des Rostocker Teams, das beim Aufbau und Betrieb der Produktionsstätte eine hervorragende Arbeit geleistet habe. „Wir sind auch weiterhin überzeugt, in Rostock-Bentwisch hervorragende Produktionsbedingungen vorzufinden. Das Geschäft mit Fischprodukten und Ölen ist ein fundamentaler Bestandteil unserer Strategie. Mit Überzeugung und gestärktem Teamgeist werden wir diese Situation meistern“, kündigt Coolen an.

Die Unternehmensleitung dankt in einer Stellungnahme allen Einsatzkräften der Feuerwehren für ihr entschlossenes Handeln. Auch den Anwohnern und dem Werksteam wird für ihre Mithilfe und Anteilnahme gedankt. „Wir unterstützen die Polizei und alle Beteiligten vollumfänglich bei der Ermittlung der Hintergründe des Feuers. An Spekulationen zur Ursache des Brandes werden wir uns nicht beteiligen“, stellt Coolen klar.

Doris Deutsch