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Rostock „The snow must go on“: So lief die Klimademo in Rostock
Mecklenburg Rostock

„The snow must go on“: So lief die Klimademo „Rostock for Future“

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18:45 24.01.2020
Etwa 200 Rostocker schlossen sich der Klimademo an. Vom Kröpeliner Tor ging es zum Neuen Markt. Quelle: Katharina Ahlers
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Rostock

Sprüche wie „Kurzstreckenflüge nur für Insekten“, „Weniger Plastik ist Meer“ oder „The snow must go on“ stehen auf den Plakaten, die die Klimademonstranten in die Luft halten. Aus den Lautsprechern schallt Musik unter anderem von Rapper Alligatoah, der in seinem Song „Lass' liegen“ die Umweltverschmutzung und die Wegwerfgesellschaft kritisiert.

Am Freitagnachmittag hat das Bündnis „Rostock for Future“ zur ersten Klimademo in diesem Jahr geladen. Die Veranstalter hatten zuvor mit 100 Teilnehmern gerechnet, doch trotz Kälte und Nieselregen kamen etwa doppelt so viele. „Jeder einzelne ist so viel Wert“, sagt Sprecherin Pauline Zschach. „Ich freue mich, dass auch wieder viele Schüler da sind. Es ist ihre Zukunft.“

Die besten Plakate: Bilder von der Klimademo in Rostock

Das Bündnis „Rostock for Future“ hat zur ersten Klimademo in diesem Jahr aufgerufen

Eltern unterstützen ihre Kinder

Mit dabei ist auch die 13-jährige Ivora Lago. Für die Demo hat sie sich als Eisbär verkleidet. „Ich möchte die Aktionen unterstützen“, sagt sie. Mutter Grit Broschinski unterstützt sie. „Die Klimaprobleme gibt es doch schon seit Jahrzehnten. Es wird Zeit, dass was unternommen wird.“

Lautstark ziehen die Demonstranten durch die Innenstadt. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut“, rufen sie. „Wir müssen immer wieder auf die Probleme aufmerksam machen“, sagt Studentin Janine Wohlers. Die Schwedin Greta Thunberg, Initiatoren der Klimastreiks, sei ein Vorbild. „Aber es ist wichtig, dass nicht eine Person fokussiert wird, sondern das Problem im Mittelpunkt steht.“

„Fleischverbot reicht nicht“

Vom Kröpeliner Tor geht es zur Kundgebung am Neuen Markt. Dort kritisieren die Organisatoren die Bürgerschaft, nach Ablauf des Klimanotstands keine Sofortmaßnahmen präsentieren zu können und lediglich Symbolpolitik zu betreiben. Ein Fleischverbot bei Empfängen im Rathaus reiche nicht. „Wir werden weiter streiken, bis die Politik handelt“, sagt Pauline Zschach. Das war unsere erste Demo in diesem Jahr. Wir wollten zeigen, dass wir noch immer da sind.“

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