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Rostock Todesursache geklärt: Daran starb Rostocks Affenweibchen Dinda
Mecklenburg Rostock

Todesursache geklärt: Daran starb Rostocks Affenweibchen Dinda

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17:58 08.02.2020
Sowohl für ihre Gruppe und ihren Nachwuchs als auch für die Tierpfleger ist der plötzliche Tod von Dinda ein großer Verlust. Quelle: Zoo Rostock/Maria Seemann
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Rostock

Nicht nur die anderen Tiere aus der Orang-Utan-Gruppe im Darwineum waren traurig – auch viele Rostocker hatte die Nachricht von Dindas Tod geschockt. Das 13 Jahre alte Weibchen aus dem Zoo der Hansestadt war am 6. Februar unvermittelt gestorben. „Sie litt unter einer schweren Dickdarmentzündung“, informierte jetzt Zookuratorin Antje Angeli.

Noch am Freitag fand im Institut für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Rostock eine Sektion statt, um die Todesursache von Dinda abzuklären. Diese wurde unter Leitung des Stellvertretenden Institutsdirektors Prof. Dr. Fred Zack sowie Dr. Verena Kolbe und Dr. Johannes Manhart durchgeführt. Fachliche Unterstützung gab es darüber hinaus von Prof. Dr. Horst Nizze, dem ehemaliger Direktor des Instituts für Pathologie der Universitätsmedizin Rostock.

Der erfahrene Pathologe hatte bereits die 2012 verstorbene Orang-Utan-Dame Shiwa obduziert. „Wir sind der Universitätsmedizin Rostock sehr dankbar für die professionelle Unterstützung und die schnelle Feststellung der Todesursache“, betonte die Zookuratorin. „Derartige akute Krankheitsverläufe wie bei Dinda sind zwar selten, treten aber vereinzelt immer wieder auf.“

Tod war weder vorhersehbar noch zu verhindern

Orang-Utan-Mutter Dinda hatte seit vergangenem Sonntag gesundheitliche Probleme. Sie war am Tag vor ihrem überraschenden Tod in der Tierklinik umfassend untersucht worden. „Die Verschlechterung ihres Zustandes in der darauf folgenden Nacht war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar.

Nach Angaben der Rostocker Rechtsmediziner war der Tod von Dinda weder vorhersehbar noch zu verhindern“, so Antje Angeli. „Die zügige Abklärung war uns sehr wichtig. Jetzt gilt unser Hauptaugenmerk ihrer kleinen Tochter LinTang (2), der es gut geht, die sich aber ohne ihre Mutter in ihrer Gruppe neu zurechtfinden muss.“

Rund 4200 Tiere und 430 verschiedene Arten sind im Rostocker Zoo heimisch. Jetzt gibt es weitere Neuzugänge.

Dreimal Nachwuchs im Darwineum erwartet

Trotz aller Trauer, auch bei den Pflegern der Affen: Im Rostocker Darwineum steht in den kommenden Wochen wieder tierischer Nachwuchs an. Gleich drei Weibchen sind schwanger: Noch im Februar, spätestens im aber März oder April soll die Orang-Utan-Gruppe wieder Zuwachs bekommen. Dann nämlich wird das 43 Jahre alte, schwangere Weibchen Sunda zum sechsten Mal Mutter werden.

Außerdem werden erstmals Gorilla-Babys im Rostocker Zoo erwartet: Die Weibchen Yene und Zola sind schwanger.

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