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Rostock Trainer Christian Thoms übernimmt beim FSV Kritzmow
Mecklenburg Rostock Trainer Christian Thoms übernimmt beim FSV Kritzmow
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15:48 21.05.2019
Trainer Christian Thoms will mit dem FSV Kritzmow in der neuen Saison eine gute Rolle spielen. Quelle: FOTO: Tommy Bastian
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Kritzmow

Beim Fußball-Landesklasse-Vertreter FSV Kritzmow herrscht derzeit eine gewisse Aufbruchstimmung. In wenigen Wochen soll dort eine neue Ära beginnen. Ab Anfang Juli wird Christian Thoms neuer Trainer bei den Rand-Rostockern. Er löst den langjährigen Chefcoach Toni Leske ab, der sein Amt nach zehn Jahren zur Verfügung stellt. Leske gehört seit kurzer Zeit dem Vorstand an und agiert als Sportlicher Leiter beim FSV.

Christian ist ein eloquenter Typ, der mit seiner positiven, offenen Art die Mannschaft gut abholen und ­gerade mit jungen Spieler gut umgehen kann. Ich schätze ihn und ­seine Arbeit als Trainer. Außerdem wohnt er in der Nähe“, sagt Toni Leske über seinen Nachfolger. Mit der Verpflichtung von Christian Thoms haben die Kritzmower ihre wichtigste Baustelle geschlossen.

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Kritzmower sprachen Thoms an

„Der Verein ist auf mich zugekommen, nachdem bekannt wurde, dass ich Abwanderungsgedanken habe. In den Gesprächen haben wir schnell zueinander gefunden“, erzählt Thoms. Bei dem ­40-Jährigen stehen demnächst private Veränderungen an, weshalb er wieder näher bei der Familie sein will. „Der zeitliche Aufwand wird geringer, denn der Weg nach Kritzmow ist für mich kürzer nach Tessin“, sagt Thoms.

Der C-Lizenz-Inhaber freut sich, dass Toni Leske weiter nah bei der Mannschaft sein wird. „Toni hat in den vergangenen Jahren tolle Arbeit geleistet“, lobt Thoms und ergänzt: „Außerdem kennt er die Truppe, das Umfeld und die Bedingungen bestens.“

Gemeinsam will das Duo den Fußball-Standort Kritzmow attrak­tiver machen und den Verein breiter aufstellen. „In der neuen Saison, wenn erneut eine Strukturreform ansteht, wollen wir zunächst mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen“, sagt der 41-jährige Leske. Thoms gibt sich optimistischer. „Klar, erste Priorität hat der Klassenverbleib, denn es steigen ja ein paar mehr Teams ab. Allerdings wollen wir auch gleich eine gute Rolle spielen“, meint der gebürtige Grevesmühlener, der schon lange Zeit in der Nähe von Rostock lebt.

Trainer will oben mitspielen

Christian Thoms ist ehrgeizig, mit Mittelmaß will sich der Trainer nicht zufrieden geben. „Schon in Tessin wollten wir ursprünglich oben mitspielen. Leider ist uns das nicht gelungen, weil wir viele personelle Rückschläge verkraften mussten. Deshalb sind wir sportlich nicht so vorangekommen, wie ich mir das bei meinem Wechsel vorgestellt hatte“, meint der Coach. Trotzdem habe es viel Spaß gemacht mit der tollen Truppe in Tessin. „Viele Spieler haben sich super entwickelt“, sagt Thoms. Er hatte seine Trainerlaufbahn 2009 bei der LSG  Elmenhorst begonnen. Im Januar 2017 war er dann zum TSV  Einheit Tessin gewechselt.

Drei Neue haben zugesagt

In den kommenden Wochen wollen Christian Thoms und Toni Leske die Kaderplanungen für die Saison 2019/20 vorantreiben. Fest steht: Torwart Sebastian Rupp, Mittelfeldspieler Oliver Geppert und Stürmer Fabio Frank werden ihrem Trainer folgen und aus Tessin nach Kritzmow wechseln. Gespräche mit weiteren Akteuren anderer Vereine laufen. „Im Großen und Ganzen wollen wir unsere aktuelle Mannschaft zusammenhalten und darüber hinaus verstärken“, meint Leske. Er will alles versuchen, um auch Torjäger Lars Bill für eine weitere Spielzeit zu halten. Der Stürmer hat bislang zwölf Tore in 21  Einsätzen erzielt, soll allerdings über sein Karriere-Ende nachdenken und über­legen, nur noch bei den Oldies seines Heimatvereins Rostocker FC zu spielen.

Sein letztes Heimspiel als Trainer ­hatte sich Toni Leske unterdessen ganz anders vorgestellt. Doch beim 2:3 (1:1) gegen die „Zweite“ des FC  Förderkader René Schneider verpassten die Kritzmower jüngst den 13.  Saisonsieg und einen versöhn­lichen Abschluss für ihren langjährigen Coach. Aufgrund der zweiten Niederlage in Folge fielen sie in der Tabelle der Landes­klasse  III auf den siebten Rang zurück. Theoretisch ist der an­gestrebte fünften Platz zwar noch drin, dann müssten die FSV-Elf (41  Punkte) allerdings den Rückstand von drei Zählern und sieben Toren auf den Sievershäger SV aufholen. Am letzten Spieltag der laufenden Saison werden die Kritzmower am 2.  Juni (14  Uhr) beim Tabellenvorletzten und als Absteiger feststehenden FC  Aufbau Sternberg antreten.

Tommy Bastian