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Rostock Trotz Niedrigzinsen: Kunden sollen Geld auf Konto lassen
Mecklenburg Rostock Trotz Niedrigzinsen: Kunden sollen Geld auf Konto lassen
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06:40 14.10.2015
Symbolfoto: Eine Euro-Münze bildet die obere Null eines Prozent-Zeichens.
Symbolfoto: Eine Euro-Münze bildet die obere Null eines Prozent-Zeichens. Quelle: dpa
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Rostock

Trotz niedriger Zinsen warnen Verbraucherschützer Rostocker Bankkunden davor, ihr Geld von Giro- oder Tagesgeldkonten abzuziehen. „Die Basis einer jeden Geldanlage ist die Liquiditätsreserve“, sagt Axel Drückler, Finanzexperte der Verbraucherzentrale MV.

Zwei bis sechs Monatsgehälter sollten zurückgelegt werden, um auf die Wechselfälle des Lebens reagieren zu können. Zum Beispiel wenn Waschmaschine oder Auto kaputt gehen, so Drückler.

Hintergrund: Die Banken in Rostock und Umgebung raten ihren Kunden, sich über alternative Anlagen zu informieren, wie Aktien und Immobilien. Nach Berechnungen der Ostseesparkasse (Ospa) haben die Menschen in der Region die Summe von rund zehn Milliarden Euro zusammengespart (die OZ berichtete). Die Banken sehen es jedoch kritisch, dass dieses Geld hauptsächlich auf Giro- und Tagesgeldkonten liege, wo es kaum verzinst werde. Dadurch verliere es langfristig an Wert.

Verbraucherschützer Drückler betont jedoch: „Im Moment gibt’s praktisch keine Inflation.“ Die Kunden könnten sich daher sicher sein, dass sie ihr Geld wiederbekommen. Dies sei bei risikoreicheren Anlagen, wie Investmentfonds, nicht in jedem Fall so.

Auch sogenannte Index-Fonds seien nicht unbedenklich. „Zu uns kommen Leute in die Beratung, denen ganz sichere Anlagen versprochen wurden. Am Ende standen sie mit 10 000 Euro weniger da“, sagt Drückler.

Nur bei größeren Vermögen sei es überlegenswert, rund 20 Prozent davon in Anlagen mit einem gewissen Risiko zu stecken. Jede Geldanlage sei sehr individuell.



Wornowski, André