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Rostock Überraschender Wechsel: vom Landes- ins Heimatmuseum
Mecklenburg Rostock Überraschender Wechsel: vom Landes- ins Heimatmuseum
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16:02 09.05.2014
Dr. Kathrin Möller ist die neue Leiterin des Heimatmuseums Warnemünde und darf schon einmal kurz auf dem Canapé vom Lotsenkapitän Stephan Jantzen Platz nehmen. Quelle: Sternberg
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Rostock

Dem Warnemünder Heimatmuseum ist mit Kathrin Möller (47) ein personeller Clou gelungen. Seit ein paar Tagen ist die promovierte Historikerin und ausgebildete Museologin Leiterin des Hauses.

17 Jahre lang hat sie das Technische Landesmuseum mit aufgebaut, war dort Projektleiterin und zuletzt Direktorin. Für acht angestellte Mitarbeiter und eine Ausstellungsfläche von rund 2500 Quadratmetern war sie verantwortlich. Dagegen ist das Heimatmuseum eher eine Puppenstube. „Das Phantechnikum ist akut unterfinanziert, ich wollte mit dem Abschied auch ein Zeichen setzen, und für eine Rostockerin ist das hier genau die richtige Entscheidung“, sagt sie.

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Noch ist Kathrin Möller dabei, alles zu sichten. Sie habe ein gut geordnetes Depot aber auch viele Aufgaben vorgefunden, lautet ihre erste Einschätzung. In diesem Jahr steht die Ausstellung zur Begründung der Sammlung vor 100 Jahren im Mittelpunkt. „Wir wollen etwas zeigen, was sonst nicht zu sehen ist“, sagt sie. 100 Dinge aus 100 Jahren stelle sie sich da vor. Das Problem sei, dass regionale Themen kaum noch gefördert werden, da müsse jeder Euro erst zusammengetragen werden. Und natürlich hat sie viele Ideen, die das Heimatmuseum noch attraktiver machen können. Wie die Technik nach Warnemünde kam, ist so eine Idee. Es könnte gezeigt werden, wann und warum die ersten Fahrräder, Dampfschiffe, Autos, Lokomotiven oder Flugzeuge in den Ort gekommen sind.

Auch der Warnemünder Ingenieur Hans Seehase (1887-1974) habe  eine Ausstellung verdient. Er ließ ein zerlegbares Kleinauto und ein klappbares Motorrad patentieren, und er entwickelte den ersten Drachenfallschirm. Nach 1945 produzierte er in Warnemünde Rechenschieber und Schablonen. „Viele Originale  könnte man ins Heimatmuseum holen“, macht Kathrin Möller schon mal Lust auf Neues.



Thomas Sternberg

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