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Rostock Ultrahocherhitzter Punk von den Beatsteaks
Mecklenburg Rostock Ultrahocherhitzter Punk von den Beatsteaks
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21:30 10.08.2014
Die Beatsteaks auf ihrer Tour im Moja in Rostock. Quelle: Frank Hormann
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Rostock

Die Berliner Band hatte bei ihrem Auftritt am Sonnabend zwar die Hanse Sail als Veranstaltungskonkurrenz, sie spielte aber dennoch vor ausverkauftem Haus. Es war ein Zeichen für die große Popularität der Beatsteaks, sie haben sich mit ihrem melodiösen Punkrock in die erste Liga hochgearbeitet. In Rostock gab es auch, wie Sänger Arnim Teutoburg-Weiß mit einer kleinen Umfrage im Publikum feststellte, eine Menge Besucher, die den Beatsteaks aus ihrer Heimat Berlin nachgereist waren.

Nach kleiner Schaffenspause, die auch durch einen Unfall des Bandschlagzeugers Thomas Götz bedingt war, ist die Band sichtlich froh, wieder auf Tournee zu sein. Es läuft die „Club Magnet Tour“, benannt nach dem Song „Creep Magnet“ aus der neuen Beatsteaks-CD. Besonders Sänger Arnim Teutoburg-Weiß genoss den Kontakt zum Publikum. Schließlich war es die gerade erschienene Platte, die schlicht und einfach „Beatsteaks“ heißt, die das musikalische Rückgrat des Abend bildete. Es sind nicht nur Punk und harter Rock, die da zu hören sind, diese Mischung wird immer wieder abgefedert durch starke Melodien oder Reggae-Einflüsse. Das macht die Songs der Beatsteaks auch so sinnlich und so körperlich, was sich in der Tanz- und Feierlaune des Publikums auch im Moya widerspiegelte.

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So ging die Party doppelt aufgeheizt weiter – zum einen durch die Temperaturen und zum anderen durch die sich weiter steigernde Stimmung. Rührend dann die Interpretation des Beatsteak-Klassikers „Hey du“, eine Mitsinghymne mit Zeilen wie „Denn du bist schön, sogar schön, auch wenn du weinst.“ Solche Gefühle bleiben sonst im Punk eher verborgen. Die Band spielte ansonsten hart, aber nicht überhart, und sehr auf dem Punkt. Eine lässige Härte, wie man sie früher mal bei The Clash hören konnte.

Das völlig durchgeschwitzte Publikum hatte am Ende bekommen, was es wollte. Dass es nicht nur den Leuten, sondern auch den Musikern gefallen hat, war am Tag danach auf der Internetseite der Beatsteaks zu lesen.“



Thorsten Czarkowski