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Rostock Unfall beim Klima-Aktionstag in Rostock: SUV fährt in Info-Stand der Demonstranten
Mecklenburg Rostock Unfall beim Klima-Aktionstag in Rostock: SUV fährt in Info-Stand der Demonstranten
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18:23 23.09.2019
Ein SUV fuhr am Sonntag beim Klima-Aktionstag in der Langen Straße in den Stand des Radentscheids Rostock. Quelle: privat
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Rostock

Aufregung nach dem Klima-Aktionstag in Rostock: „Obwohl die Lange Straße für den Autoverkehr gesperrt war, ist ein SUV-Fahrer in unseren Stand gefahren“, sagt Marie Heidenreich vom Radentscheid Rostock. Das Fahrzeug sei am Sonntagnachmittag wie aus dem Nichts aufgetaucht, und nur durch viel Glück wurden keine Personen verletzt.

Beim Klima-Aktionstag kam es in der Langen Straße zu einem Crash – ein Auto fuhr in den Stand des Radentscheides Rostock.

Die Aktivisten, die sich für eine radfahrerfreundliche Hansestadt einsetzen, hatten schräg gegenüber der Marienkirche Platz bezogen. Dort wollten sie über ihre Anliegen informieren und mit den Besuchern des Aktionstages ins Gespräch kommen. „Gegen 14 Uhr kam dann das Auto und wollte in die Tiefgarage fahren. Aber unser Stand war gut besucht, wir hatten auch Spielzeug und viele Kinder da. So schnell konnte man da nicht mal eben Platz machen“, sagt Heidenreich.

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Genau wie die Passanten seien die Mitglieder des Radentscheides sehr verwundert gewesen, wieso überhaupt ein Auto auf der Langen Straße fahren durfte. Deshalb sei auch die Polizei gerufen worden. Christopher Hahn von der Polizeiinspektion Rostock bestätigt, dass Beamte vor Ort gewesen sind. „Bei dem Fahrer handelt es sich aber um keinen illegalen Crasher – er hatte eine Erlaubnis, die Straße zu befahren“, so der Polizei-Sprecher.

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Gleiches ist auch aus dem Rathaus zu hören. Der SUV-Fahrer sei körperlich eingeschränkt und hätte seinen eigentlichen Stellplatz zugunsten der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. „Dafür sollte ihm alternativ die Zufahrt in die Tiefgarage gewährt werden“, sagt Stadt-Sprecher Ulrich Kunze. „Wegen akuter gesundheitlicher Probleme musste der Fahrer eine Stunde früher als vereinbart die Straße passieren und hatte daher nicht das vereinbarte Geleit“, so Kunze weiter.

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Die Unterstützer des Radentscheides Rostock kritisieren die Kommunikationspolitik der Verantwortlichen. Hätte man ihnen im Vorfeld über die Berechtigung des Autofahrers Bescheid gesagt, wäre vielen Beteiligten ein großer Schreck erspart geblieben.

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