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Rostock Uniklinikum: Visite auf der größten Baustelle des Landes
Mecklenburg Rostock Uniklinikum: Visite auf der größten Baustelle des Landes
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00:12 17.03.2018
Arbeiter bringen derzeit im Neubau des ZMF den Estrich auf. Erst danach werden die Wände eingezogen. Quelle: Foto: Christian Hoffmann/bbl Mv
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Trotz eisiger Kälte und schneidendem Wind ist es auf der Baustelle mollig warm: Der Neubau Zentrale Medizinische Funktionen (ZMF) am Uniklinikum wird mit zahlreichen Gebläsen geheizt. Aber nicht etwa, um den rund 150 Beschäftigten auf dem Bau die Arbeit zu erleichtern: Die warme Luft soll den Rohbau trocknen. Das ist möglich, da das Gebäude fast zwei Jahre Jahre nach der Grundsteinsetzung am 15. Juni 2016 inzwischen „dicht“ ist. Jetzt kann der Innenausbau beginnen.

Das ZMF soll nach seiner Fertigstellung die erste Anlaufstelle des Klinikums werden: für Patienten, die als Notfall eingeliefert werden – mit Hubschrauber, per Rettungswagen oder zu Fuß –

und auch für Besucher, die vom ZMF aus alle Stationen erreichen. Ende 2019 soll es übergeben werden.

Eine Besichtigung der aktuell größten Baustelle des Landes für Journalisten startete gestern in der Notaufnahme. Dort wird derzeit Dämmmaterial verbaut. Noch lässt sich nur erahnen, wie klinisch steril es hier einmal aussehen soll. Wände und Fußboden sind kahl, überall liegen Baustoffe, Rohre und vor allem Staub und Dreck.

Die Führung geht weiter zu einem der architektonischen Höhepunkte des 143-Millionen-Baus: dem ersten von vier Lichthöfen, die das Gebäude mit Tageslicht fluten sollen. „Jeder Lichthof wird von Fenstern mit einer Gesamtfläche von etwa tausend Quadratmetern überdacht“, erklärt Oberbauleiter Frank Peter Vogel. Das natürliche Licht soll sich positiv auf das Arbeitsklima auswirken.

Auf der Grundfläche von 27700 Quadratmetern auf vier Geschossen verlieren sich die 150 Bauarbeiter fast. Doch das wird sich noch ändern: „Zum Höhepunkt des Innenausbaus werden es etwa doppelt so viele sein“, kündigt Vogel an.

Etwa 70 Prozent der Arbeiten am ZMF sind bereits ausgeschrieben, gearbeitet wird unter anderem im Trockenbau, an der Lüftung, der Heizung oder der Elektrik. Auch der Estrich wird gerade in mehreren Bereichen aufgetragen. Hier gibt es laut Vogel im ZMF eine Besonderheit: „Wir verlegen erst den Estrich und setzen dann die Wände, so haben wir eine größere Flexibilität bei der Gestaltung.“

Die Führung endete auf dem Dach mit dem Hubschrauberlandeplatz, ein weiterer Höhepunkt – nicht nur dem Wortsinn nach: „Hier werden alle Hubschrauber landen können, die kleiner als die Seakings der Bundeswehr sind“, verspricht Uwe Sander, Leiter des Bereichs Hochschul- und Klinikbau beim Betrieb für Bau und Liegenschaften MV (BBL). Die eingeflogenen Patienten können vom Dach per Aufzug direkt auf die Intensivstation gebracht werden – wenn dann in knapp zwei Jahren alles fertig ist.

Superlative beim ZMF

9000 Kubikmeter Beton wurden für den Rohbau des Neubaus Zentrale Medizinische Funktionen (ZMF) am Uniklinikum verwendet. Das entspricht etwa 1000 randvollen Betonmisch-Lkw. Weitere 550 Kubikmeter wurden später an Fertigteilen hinzugefügt. Bewährt ist der Beton mit 4500 Tonnen Stahl. Jeder der vier Lichthöfe ist mit 1000 Quadratmetern Glas überdacht. Nach seiner Fertigstellung Ende 2019 wird der Bau 121500 Kubikmeter umbauten Raum auf einer Grundfläche von 27700 Quadratmetern umfassen.

Axel Büssem

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