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Rostock Unternehmen aus MV hoffen auf mehr Handel mit Japan
Mecklenburg Rostock Unternehmen aus MV hoffen auf mehr Handel mit Japan
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16:02 22.02.2019
Auch die Firma Masson Wawer Decoration liefert ihre Artikel nach Japan. Quelle: Ines Sommer
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Rostock

Händler in MV hoffen auf bessere Geschäfte durch das Handelsabkommen zwischen Europa und Japan. Durch Wegfall von Zöllen sollen Waren aus Deutschland und der EU konkurrenzfähiger werden. Bis zu 90 Prozent der Ausfuhren an das Inselreich sind seit dem 1. Februar 2019 bereits zollfrei. Nach einer Übergangszeit von bis zu sieben Jahren sollen es 99 Prozent werden, berichtet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. 2017 wurden Waren im Wert von 41 Millionen Euro aus MV nach Japan exportiert – Tendenz steigend.

Fischfabrik mit festem Kundenstamm

Das Unternehmen Euro-Baltic Fischverarbeitung in Sassnitz auf Rügen handelt seit Jahren mit dem asiatischen Land. Vor allem Rotbarsch und schwarzer Heilbutt werden dorthin verkauft. Geschäftsführer Uwe Richter hofft, dass sich durch das Wegfallen von Zöllen der Kundenstamm erweitern könnte. „Besonders der schwarze Heilbutt ist in Japan sehr beliebt“, weiß der 57-Jährige.

„Beim Handel mit Japan haben wir ganz sicher noch Steigerungsmöglichkeiten nach oben. Das ist ein interessanter Markt“, sagt Andreas Timm, Sprecher der Schweriner Staatskanzlei, die in MV für den Außenhandel zuständig ist. Mit dem neuen Freihandelsabkommen seien die Bedingungen für die Unternehmen verbessert worden. „Es bliebt abzuwarten, wie die neuen Möglichkeiten genutzt werden.“ Wichtigstes Exportgut war 2017 Holz, importiert wurden vor allem Autos.

Freizeitpark dekoriert

Vor vier Jahren nahm auch Marco Knabe, Geschäftsführer von Masson Wawer Decorations, Handelsbeziehungen mit Japan auf. Die Firma mit Sitz in Wendorf bei Stralsund fertigt Dekoartikel aus Glasfiber und verkauft ihre Produkte weltweit. „Letztes Jahr haben wir sogar Dekorationen für einen japanischen Freizeitpark hergestellt“, erzählt er. Die Zusammenarbeit mit den Japanern laufe sehr gut. „Einige der Auftraggeber waren sogar hier vor Ort, um sich alles anzuschauen“, sagt Knabe. Für das Unternehmen gab es auch vor dem Abkommen kaum Zölle. Trotzdem hofft der Geschäftsführer auf mehr Aufträge aus dem Land.

Rohre aus Edelstahl

Die Dockweiler AG aus Neustadt-Glewe (Kreis Ludwigslust-Parchim) ist seit 2015 in Japan aktiv. Das Unternehmen hat sogar eine Niederlassung in Tokio, die vor Ort für den Vertrieb von Rohren und Leitungskomponenten zuständig ist. Produziert wird aber weiterhin in MV. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Exporte auf etwa zwei Millionen Euro. Geschäftsführer Christian Behrens will die Beziehungen in den asiatischen Raum künftig noch weiter ausbauen. Bisher wurden Waren des Unternehmens mit bis zu 5,2 Prozent verzollt. „Durch den Wegfall von Zöllen können wir auf dem japanischen Markt natürlich wettbewerbsfähiger werden“, sagt er.

Auch japanische Unternehmen investieren in MV: Der Elektro-Konzern Toshiba will möglicherweise in Rostock Hybrid-Loks bauen. Allerdings ist auch noch Kiel im Rennen um den Standort der Fabrik.

Dimitri Paul

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