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Rostock Vergewaltigung verhindert – Rostockerin für ihr Engagement geehrt
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Vergewaltigung verhindert – Rostockerin für ihr Engagement geehrt

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14:52 23.01.2020
Kriminaldirektor Heiko Tesch, Kriminalhauptkommissarin Birgit Schüler (zuständige Ermittlerin), die Zeugin Jessica Lippert und Polizeioberkommissarin n Denise Mähne (v.l.). Quelle: Polizei
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Bad Doberan/Rostock

Jessica Lippert hat Zivilcourage gezeigt und wurde jetzt dafür geehrt. Die 37-Jährige war am 20. Januar in die Kriminalpolizeiinspektion Rostock eingeladen worden, denn die Polizei wollte sich bei ihr höchstpersönlich bedanken.

Jessica Lippert hat im Sommer des vergangenen Jahres in Bad Doberan eine Vergewaltigung verhindert. Der Täter wurde mittlerweile verurteilt.

Mutig eingegriffen, Täter in die Flucht geschlagen

Es war der 31. Juli 2019, als der damals 21-jährige Täter eine 70-jährige Frau auf dem Gelände des Münsters in Bad Doberan in sexueller Absicht angriff. An diesem Mittwochmittag befand sich Jessica Lippert in der Nähe der Klostermauer und konnte die Hilferufe der Frau hören. Sie kletterte ein Stück die Mauer hinauf und sah den Angriff. Geistesgegenwärtig schrie sie den Täter an und erschreckte ihn damit, so dass er von seinem Opfer abließ.

Gleichzeitig verständigte die Zeugin über die 110 die Polizei. Dadurch konnten die Beamten zügig vor Ort sein. „Dank der schnellen und mutigen Reaktion der 37-jährigen Rostockerin konnte so Schlimmeres verhindert und der Täter in der Nähe festgenommen werden“, heißt es von der Polizei.

Täter zu drei Jahren Haft verurteilt

Ihr beherztes Eingreifen nahmen der Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Rostock, Heiko Tesch, sowie die in dem Fall ermittelnden Beamten zum Anlass, der Rostockerin zu danken. Jessica Lippert habe in einem hohen Maße Zivilcourage bewiesen und wesentlich dazu beigetragen, dass der Täter abgeschreckt wurde und durch die Polizei in der Nähe ergriffen werden konnte.

Der mittlerweile 22-jährige Beschuldigte wurde inzwischen zu einer Haftstrafe von drei Jahren wegen versuchter Vergewaltigung und Körperverletzung verurteilt. Dieses Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

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Von pm

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