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Rostock Verwehungen in Warnemünde: Strand bekommt neuen Sand
Mecklenburg Rostock Verwehungen in Warnemünde: Strand bekommt neuen Sand
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12:26 01.03.2019
Radlader fahren derzeit Strandsand von Warnemünde nach Osten nach Diedrichshagen. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

 Berge von Sand schmücken aktuell die Landschaft am Strand von Warnemünde. Während die aufgeschütteten Haufen noch auf ihre Verteilung warten, erfreuen sich Strandbesucher an den außergewöhnlichen Sitzmöglichkeiten oder nutzen diese als Aussichtsplattform. „Von hier aus kann ich bis auf die andere Seite des Meeres gucken“, ruft der siebenjährige Maximilian seiner Oma Gudrun Wegener zu.

Zusammen mit seiner kleinen Schwester Emilia hat er vier Sandberge zu einer Burg mit vier Türmen umfunktioniert. „Wir müssen aufpassen, dass hier keiner hochkommt“, sagt der Erstklässler aufgeregt, als er einen der Hügel erklimmt. Keine leichte Aufgabe, denn der frische Sand unter den Füßen gibt schnell nach und man gerät ins Rutschen.

Straßensperrungen und Überschwemmungen entlang der Ostseeküste

15 000 Kubikmetern Sand werden gebraucht

Jedes Jahr verweht der Wind am Strand des Ostseebades mehrere Tonnen Sand. Vor allem die Stürme Anfang Januar haben ihren Anteil dazu geleistet. „Der Betriebshof rechnet mit einer Menge von etwa 15 000 Kubikmetern Sand, die nachgefüllt werden müssen“, berichtet Beate Hlawa von der Tourismuszentrale. Zur Verbesserung der Strandqualität werde turnusgemäß der Strand gepflegt: „Sandverwehungen, die sich über die Wintermonate aufgrund der Witterung vor der Westmole, rund um den Teepott und an den aufgestellten Sandfangzäunen abgelagert haben, werden zurück an den Strand abgetragen und bis zur Wilhelmshöhe transportiert“, erklärt Hlawa weiter. Die entstandenen Senken werden vollflächig wieder ausgeglichen.

Ein Traktor zieht Sand am Warnemünder Strand in Richtung Westen. Quelle: OVE ARSCHOLL

Arbeiten gehen im März weiter

Für die alljährlichen Aufräumarbeiten am Meer muss schwere Technik anrücken. Während einige Anwohner und Urlauber gemütlich am Wasser entlang schlendern und das Rauschen der Wellen genießen, bahnt sich ein Traktor den Weg durch den Sand. Die breiten Reifen hinterlassen tiefe Spuren und der Untergrund wird unter der Last des schweren Anhängers aufgewühlt. Ein Haufen nach dem anderen wird entlang der Küste abgeladen. „Die Arbeiten gehen auch in den nächsten Wochen weiter“, teilt die Tourismuszentrale mit. Der Sandtransport werde wahrscheinlich in der kommenden Woche beendet. Anschließend müsse dieser gleichmäßig verteilt und Unebenheiten ausgebessert werden. Mit Hilfe von Planierraupen wird der gesamte Abschnitt geglättet, damit sich die ersten Badegäste des Jahres am Strand wohlfühlen können. Je nach Witterung sollen die Maßnahmen im Rahmen der Optimierung und Saisonvorbereitung Ende März abgeschlossen sein, wie Hlawa berichtet. Das Seebad werde wieder fit für die Urlaubssaison gemacht.

Ein Traum für Kinder

„Ich freue mich schon darauf, wenn hier wieder alles hergerichtet ist und man mit nackten Füßen durch den warmen und weichen Sand laufen kann“, sagt Gudrun Wegener. Während sie es kaum noch abwarten kann, dass die Arbeiten abgeschlossen sind, ist ihr Enkel traurig. „Das kann doch auch für immer so bleiben“, findet Maximilian. „Hier kann man sich gut verstecken und spielen.“ Der Siebenjährige wird die riesigen Berge vermissen. Bis dahin möchte er aber so oft es nur geht mit seiner Schwester zum Toben kommen. „Für die Kinder ist das natürlich ein Traum. Eigentlich hat das ja auch seinen Charme“, sagt seine Oma lachend. „Am Ende des Tages muss ich wohl auch einen halben Sandberg aus der Kleidung der Kleinen klopfen.“

Sobald die Hügellandschaft geglättet ist, sollen weitere Arbeiten am Strand erfolgen. So wird beispielsweise der AOK Active Beach am Strandaufgang 13 für die Saison vorbereitet.

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