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Rostock Viele Firmen kaufen sich von Behinderten-Quote frei
Mecklenburg Rostock Viele Firmen kaufen sich von Behinderten-Quote frei
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11:37 08.04.2015
Stefanie Schneekloth lernt im zweiten Lehrjahr bei Globus in Roggentin. Die angehende Verkäuferin ist durch ihre Diabetes zu 50 Prozent schwerbehindert. Bei der Arbeit sei das aber kein Problem, sagt die 18-Jährige.
Stefanie Schneekloth lernt im zweiten Lehrjahr bei Globus in Roggentin. Die angehende Verkäuferin ist durch ihre Diabetes zu 50 Prozent schwerbehindert. Bei der Arbeit sei das aber kein Problem, sagt die 18-Jährige. Quelle: Ove Arscholl
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Rund 1000 Firmen in Rostock und dem Landkreis müssten laut Gesetz schwerbehinderte Mitarbeiter beschäftigen. Viele Arbeitgeber aber  zahlen lieber ein Ausgleichsgeld, als Menschen mit Handicap einzustellen. Ein Fehler, warnen  Wirtschaftsexperten. Schwerbehinderte seien oft hoch motiviert, gut ausgebildet und somit ein Gewinn für Firmen.

Aktuell sind in Stadt und Landkreis 886 Menschen mit Behinderung arbeitslos gemeldet. Weil sich der Fachkräftemangel verschärft, sollten Unternehmer dieses Potential besser nutzen, fordert die Industrie- und Handelskammer zu Rostock. 

Von landesweit 3000 Firmen haben im vergangenen Jahr 2532 ihre Behinderten-Pflichtquote nicht erreicht. Stattdessen zahlten sie eine Ausgleichsabgabe von insgesamt 6,2 Millionen Euro.



Antje Bernstein