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Rostock Volkstheater bundesweit gelobt, Theaterpolitik kritisiert
Mecklenburg Rostock Volkstheater bundesweit gelobt, Theaterpolitik kritisiert
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06:06 02.09.2015
Mit der Oper „Untergang der Titanic“ startete das Volkstheater in die Saison 2014/15 und machte deutschlandweit Welle.
Mit der Oper „Untergang der Titanic“ startete das Volkstheater in die Saison 2014/15 und machte deutschlandweit Welle. Quelle: Bernd Wüstneck/zb
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Rostock

Das Volkstheater Rostock hat in der Saison 2014/15, in der es 112 585 Zuschauer erreichte, im gesamten deutschsprachigen Raum Welle gemacht. Nach der Zeitschrift „Deutsche Bühne“ würdigte auch das Fachorgan „Theater heute“ in seiner Umfrage unter 42 Kritikern das Rostocker Ensemble: auf Platz drei in der Kategorie „Gesamtleistung eines Theaters der Saison“.

Neun Nennungen und damit eine Spitzenposition erreichte das Haus allerdings in der Rubrik „Ärgerlichste Erfahrung des Jahres“ – wegen der Kulturpolitik. Die Formulierungen reichen von der Aussage „Wie mit dem Intendanten Sewan Latchinian umgegangen wurde“ (FAZ) über die Wendung „die unendliche Farce“ (Baseler Zeitung) bis zur Bewertung „Der groteske Spreiztanz des Rostocker Oberbürgermeisters mit Volkstheater-Intendant Sewan Latchinian: die kulturpolitische Bauchlandung des Jahres“ (Franz Wille). Aus Berlin kommen Einschätzungen wie „Ignoranz, Kurzsichtigkeit und Verlogenheit der Kulturpolitik in Rostock (Stadt) und Schwerin (Land MV)“ oder „Eiertanz der Kulturpolitiker von Stadt und Land“, in Hamburg hob man „das kaltschnäuzige Absägen Sewan Latchinians“ hervor, aus Karlsruhe den „gutsherrenartigen Umgang von Stadtoberhäuptern mit unbequemen Intendanten“.

Einen schönen Lichtblick gab es aber auch noch aus Rostock: Die Schauspielerin Inga Wolff gehört zu den besten Nachwuchskünstlerinnen der Saison.

Intendant Sewan Latchinian freut sich über die positiven Bewertungen der künstlerischen Arbeit des Ensebles und nimmt sie als Ermutigung für den neuen Saisonstart - am 26. September mit dem Spektakel „2. Stapellauf: Toleranz“.



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