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Rostock Volkstheater schlägt harten Kompromiss vor
Mecklenburg Rostock Volkstheater schlägt harten Kompromiss vor
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05:51 10.09.2015
Quo vadis, Volkstheater? Das traditionsreiche Rostocker Ensemble schlägt schwere Einschnitte vor - um seine Existenz zu retten.
Quo vadis, Volkstheater? Das traditionsreiche Rostocker Ensemble schlägt schwere Einschnitte vor - um seine Existenz zu retten. Quelle: Bernd Wüsteneck/dpa
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Rostock

Das Volkstheater Rostock könnte nach 2020 mit einem Orchester aus 68 (minus 5 gegenüber heute) oder nur 55 (minus 18) Musikern, einem fünfköpfigen Tanztheater (minus 2), einem Chor von 21 bzw. 18 Mitgliedern (minus 7 bzw. minus 9), einem Sängerensemble von sieben bzw. sechs Stimmen (minus 1) und einem Schauspiel von 13 oder elf (minus 2) Akteuren spielen. Zusätzlich wären im Gästeetat und bei den Sachkosten zu kürzen.

Es klingt wie schmerzlicher Kulturabbau des in den letzten Jahren bereits wiederholt reduzierten Theaterensembles. Dennoch wird es von den Volkstheater-Geschäftsführern Sewan Latchinian und Stefan Rosinski als guter Kompromiss beworben. In ihrem am Mittwoch an die Stadtverwaltung und den Theateraufsichtsrat übermittelten Konzept zur Umsetzung der Zielvereinbarung zwischen Hansestadt und Landesregierung betonen sie, dieser Kompromiss stelle „die größte Schnittmenge aller Interessen dar und würde die über 120-jährige Tradition des Rostocker Volkstheaters mit all seinen Sparten und einem Maximum an Arbeitsplätzen zukunftssichernd und sozial verträglich in einen geplanten Neubau überführen“, sagen die Theaterchefs.

In ihrem Papier berechnen sie aufgrund der politisch vorgegebenen finanziellen Rahmenbedingungen zwei Haupt- und mehrere Untervarianten des Kulturabbaus und favorisieren in „Variante 1“ die Sicherung aller Sparten.



OZ