Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Volkstheater Volkstheater: Belegschaft bläst zum Sturm auf OB und Minister
Mecklenburg Rostock Volkstheater Volkstheater: Belegschaft bläst zum Sturm auf OB und Minister
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:50 17.09.2014
Umstritten: Die Zukunftsaussichten für das Volkstheater Rostock.
Umstritten: Die Zukunftsaussichten für das Volkstheater Rostock. Quelle: Ove Arscholl
Anzeige
Rostock

Ein Sturm der Entrüstung entlädt sich bei Mitarbeitern des Rostocker Volkstheaters zu den Plänen, zwei Sparten zu schließen. Der Betriebsrat reagiert auf den Vorstoß von Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) und Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD). Beide wollen eine Vereinbarung zwischen Stadt und Land, die eine Schließung von Musiktheater- und Tanzsparten zur Folge hätte.

Der Betriebsrat ist empört. Er appelliert an die Bürgerschaft, die Zukunft des Theaters anders zu gestalten. Am Mittwoch liegt im Aufsichtsrat des Theaters das Angebot über einen Haustarifvertrag für das Orchester auf dem Tisch. Die 72 Musiker würden bis 2020 auf 11,7 Millionen Euro verzichten. Bedingung: Sicherheit für die kommenden Jahre.

Emotional reagieren die Theaterleute auf OB und Minister. „Auf dem unbeirrbaren Holzwege seiner Landes-Theaterreform“ habe Brodkorb in Methling nun „einen verlässlichen Freund gefunden“. Die Behauptung des OB, dass Rostock ab 2025 kein Geld für ein eigenes Theater mehr habe, sei nicht belegt. Der Hauptausschuss hat die Entscheidung über die Zielvereinbarung erst einmal vertagt.



OZ