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Rostock Vorfall in Hohe Düne: Waffenkammer unverschlossen
Mecklenburg Rostock Vorfall in Hohe Düne: Waffenkammer unverschlossen
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19:25 17.12.2018
Die Korvette «Ludwigshafen am Rhein» auf dem Marinestützpunkt Warnemünde. Die Munitionskammer des Schiffes war am Montag unverschlossen. Quelle: Bernd Wüstneck
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Hohe Düne

Am Montagvormittag herrschte für etwa zwei Stunden Ausnahmezustand auf dem Marinestützpunkt in Rostock Hohe Düne. Bei einem routinemäßigen Rundgang war die Munitionskammer der KorvetteLudwigshafen am Rhein“ unverschlossen vorgefunden worden. Daraufhin wurde die Ausfahrt der Hauptwache geschlossen. Es bildete sich eine Schlange mit Fahrzeugen, die das Gelände nicht verlassen durften. Wie ein Sprecher der Marine mitteilte, musste laut Sicherheitsprotokoll erst „nachgezählt werden“, ob Waffen verschwunden seien. Nachdem die Vollständigkeit der Munition festgestellt werden konnte, durfte das Tor wieder passiert werden.

Wie lange die Tür unverschlossen war, ist nicht klar. Zivilisten haben in der Regel keinen Zugang zu dem Gelände der Bundeswehr. Für die Bewachung des Geländes wird jedoch ein privater Sicherheitsdienst eingesetzt.

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Der Vorfall sei einmalig und in seiner 30-jährigen Laufbahn noch nicht vorgekommen, so der Sprecher weiter. „Ich bin selbst früher die Wachrunde gegangen. So was passiert normalerweise nie.“ Nun müsse festgestellt werden, bei wem das Versäumnis liege und ob grobe Fahrlässigkeit vorliege. Er gehe von menschlichem Versagen aus. Ob disziplinarische Maßnahmen eingeleitet werden, obliege dem Vorgesetzten – einen Automatismus gäbe es nicht. Wie oft es zu solchen Vorkommnissen innerhalb der Bundeswehr kommt, ist unklar. Es gibt kein zentrales Register, das der Öffentlichkeit zugänglich wäre.

Juliane Schultz

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