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Rostock Warnemünde-Verein will mehr Qualität
Mecklenburg Rostock Warnemünde-Verein will mehr Qualität
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21:56 11.07.2019
OZ-Reporter-Chef Andreas Meyer (M.) plaudert im Medienzelt der OZ und des NDR mit Ingeborg Regenthal und Hans-Joachim Richert über die Warnemünder Woche. Quelle: Ove Arscholl
Warnemünde

Traditionen bewahren. Dies zählt zu den Aufgaben des Warnemünde-Vereins, der dies auch genau so in seiner Satzung festgelegt hat. „Und das ist uns bis jetzt auch gut gelungen“, sagt Ingeborg Regenthal vom Verein im Gespräch mit OZ-Reporter-Chef Andreas Meyer. Als Beispiel nennt sie den Niegen Ümgang. Es gibt aber auch Handlungsbedarf. Die Bürokratie legt den Organisatoren oft Steine in den Weg und die Zahl der Kreuzfahrer ist einfach zu hoch.

Gemeinsam als Team ist der Warnemünde-Verein für das Landprogramm zuständig und bringt Kultur auf die Bühne am Leuchtturm. „Wir können das organisatorisch und finanziell aber lange nicht mehr absichern“, sagt Hans-Joachim „Hansi“ Richert. Seit 28 Jahren arbeiten sie daher mit einer Agentur zusammen, die bevollmächtigt ist, bestimmte Programmpunkte zu organisieren. „Der Warnemünde Verein hat aber den Hut auf“, sagt er.

Verein angetan von den vielen Besuchern

Mit dem bisherigen Verlauf des Segelevents sind die beiden Gesichter der Woche sehr zufrieden. „Wir hatten ein paar Bauchschmerzen mit dem Auftakt, weil es ein bisschen feucht war“, sagt Ingeborg Regenthal. Die Musiker hätten blau gefrorene Hände gehabt. Jetzt seien die Organisatoren aber sehr angetan von den vielen Besuchern, sagt sie. Eine halbe Million werden es am Ende wohl wieder gewesen sein, aber darauf käme es nicht an. „Ich sag immer viele“, sagt Ingeborg Regenthal. „Das ist eine gute Zahl.“

Probleme müssen auf einfachsten Weg gelöst werden

Veränderungen gebe es aber an anderer Stelle: Das Büro der Warnemünder Woche ist nun in der Tourismuszentrale angesiedelt und bietet dort einen Anlaufpunkt für alle. „Das ist für uns ein verlässlicher Partner“, sagt Hansi Richert. Aber es ginge noch mehr, meint der Mann, der als Zugezogener inzwischen anerkannter Warnemünder ist, wie er selbst sagt. „Wir wünschen uns, dass die Tourismuszentrale mehr Kompetenzen bekommt, damit bestimmte Probleme auf dem einfachsten Weg gelöst werden können.“

Wenn er das sagt, schielt er auch in Richtung des neuen Oberbürgermeisters. „Vielleicht schlägt die dänische Mentalität ja mit dem dicken mecklenburgischen Kopf in eine Richtung.“ Hansi Richert denkt da auch an die Parkplatzsituation. „Wenn sich zum Beispiel die Redakteure irgendwo im Stadtgebiet ihre Autos suchen müssen, das kann einfach nicht sein.“ Neue Besen kehrten manchmal gut, meint er.

Fünf Kreuzfahrer sind zu viel

Am Freitag laufen fünf Kreuzfahrtschiffe den Warnemünder Hafen an. „Das ist eine Planung, die man nicht verstehen kann“, sagt Hansi Richert. „Die schieben – nur wenn sie angelassen werden – mehr raus als 15000 Autos.“ Das sei unverträglich, schließlich lebten Menschen in Warnemünde. Auch Ingeborg Regenthal findet, dass man die Anläufe nicht mehr ausweiten sollte.

Verein könnte Nachwuchs vertragen

„Es gibt viele Dinge, die man noch machen kann, um Qualitätspünktchen zu setzen“, sagt Ingeborg Regenthal. „Ich wünsche mir, dass alle Bürgersteige gemacht werden.“ Und auch Hansi hat da noch den einen oder anderen Wunsch. „Hier im Radio ist das schlecht zu sehen“, sagt er. „Aber ich bin schon leicht ergraut und wünsche mir, den Umgang mal aus der Ferne angucken zu können.“ Gerne möchte er seine Arbeit auf Jüngere übertragen, die diese Veranstaltung mit genauso viel Herzblut weitertragen, wie er es bisher getan hat. „Und einen so schönen blauen Himmel. Dann sind die Menschen nicht so gestresst und das tut uns allen gut.“

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