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Warnemünde fiebert dem Turmleuchten entgegen

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21:12 16.12.2019
90 000 Besucher werden zum Warnemünder Turmleuchten am 1. Januar erwartet. Quelle: Frank Hormann
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Rostock

Der Countdown für das traditionelle Neujahrsfest in Warnemünde läuft. Bereits am Montagvormittag wurde das Banner für das 21. Turmleuchten am Leuchtturm angebracht. „Jetzt gehen die Vorbereitungen für uns erst richtig los“, meint Torsten Sitte von der Hanseatischen Eventagentur.

Während tausende Besucher voller Vorfreude auf die Inszenierung hinfiebern, ist für die Veranstalter noch eine Menge zu tun. Techniker müssen eingewiesen, das Programm noch einmal durchgesprochen und Moderatoren gebrieft werden. „Es ist nun mal ein besonderes Event mit einem besonderen Publikum an einer ganz besonderen Lokation“, betont Sitte. Etwa 90 000 Gäste werden erwartet, wenn das Wahrzeichen des Ostseebades am 1. Januar für 30 Minuten in bunten Farben erstrahlt – und da muss alles stimmen.

Das Wetter stets im Blick

„Auch das Wetter“, findet Leuchtturmchef Klaus Möller. Obwohl die beliebte Großveranstaltung noch 15 Tage auf sich warten lässt, hat er sämtliche Vorhersagen fest im Blick. Zu tief sitzt der Schock vom Neujahrstag 2019, als das Turmleuchten wegen des Sturmtiefs „Zeetje“ zunächst abgesagt und anschließend in den April verlegt werden musste. „Für detaillierte Prognosen ist es noch viel zu früh“, meint Möller. Aber: „Es sieht gut aus. Momentan scheint es, als würde uns eine Tiefdrucklage mit wenig Wind erwarten.“ Perfekte Bedingungen für die Laser- und Feuerwerk-Show, aber auch für die Besucher.

Die Vorbereitungen für das Warnemünder Turmleuchten laufen auf Hochtouren. Quelle: Susanne Gidzinski

„Und die dürfen sich diesmal auf ein ganz besonders spannendes Programm freuen“, hebt Möller hervor. Unter dem Motto „Schicksal“ kommen zahlreiche Künstler zusammen, die die Menge mit auf eine musikalische und gefühlvolle Reise nehmen werden. Ein Höhepunkt wird sein, wenn Quaster und Jürgen Matkowitz gemeinsam mit Dietmar Ränker und Rollo ihren neuen Song „Mein Leuchtturm“ zum Besten geben werden.

33 000 Euro in der Spendenkasse

Weil die Versicherung die Kosten für das ausgefallene Fest nur zum Teil übernehmen will, war lange Zeit unklar, ob das Turmleuchten im neuen Jahr wie gewohnt stattfinden kann. Dank zahlreicher Spenden konnte das Event aber gerettet werden. Insgesamt 33 000 Euro seien bereits zusammengekommen. Von der regen Beteiligung der Bürger und Vereine sind nicht nur die Veranstalter, sondern auch der Leuchtturmchef überwältigt. Er ist zuversichtlich, dass die noch fehlenden 17 000 Euro zusammenkommen: „Da ist definitiv noch mehr drin.“

Während der Veranstaltung selbst können Besucher ebenfalls die eine oder andere Spende abgeben. Eigens dafür werde in Höhe des Strand-Hotels Hübner eine Box aufgestellt – „gut sichtbar, damit auch jeder, der will, einen Beitrag leisten kann“, so Sitte.

Veranstalter unter Strom

Obwohl die Organisatoren sehr froh darüber sind, dass das Leuchtturm-Event schon in wenigen Tagen stattfinden wird, können sie es noch nicht wirklich genießen, wie Sitte bestätigt. „Wir stehen permanent unter Strom. Der Druck fällt erst ab, wenn alles gut über die Bühne gelaufen ist und wir am 2. Januar die Nachricht bekommen, dass alle wohlbehalten nach Hause gekommen sind.“ Erst dann können er und seine Partnerin Martina Hildebrandt durchatmen. Aber nicht für lange, denn: Nach dem Turmleuchten ist vor dem Turmleuchten. Schon kurze Zeit nach der Großveranstaltung beginnt für die beiden die Planung für das darauffolgende Jahr. „Aber genau das reizt uns so daran.“

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Von Susanne Gidzinski

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