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Rostock Warnemünder Trainer-Gespann wirft hin
Mecklenburg Rostock Warnemünder Trainer-Gespann wirft hin
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00:00 12.12.2014
Enttäuschter Blick: Mathias Schwarz (li.) in seinem letzten Spiel als Warnemünde-Coach. Neben ihm: Co-Trainer Detlef Godomski.
Enttäuschter Blick: Mathias Schwarz (li.) in seinem letzten Spiel als Warnemünde-Coach. Neben ihm: Co-Trainer Detlef Godomski. Quelle: Ronny Susa
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Rostock

Paukenschlag bei den Oberliga-Handballern des SV Warnemünde (SVW): Chefcoach Mathias Schwarz (39) und sein Co-Trainer Detlef Godomski (51) gaben am Dienstag vor dem ersten Training nach der 23:29-Heimniederlage gegen Mitaufsteiger 1. SV Eberswalde ihren sofortigen Rücktritt bekannt. „Das letzte Spiel war eine Offenbarung, die Einstellung hat gefehlt“, haderte Schwarz. „Jetzt hat die Mannschaft kein Alibi mehr, und nur um sie geht es“, fügte er hinzu. Nachfolger des Rostockers ist vorerst der noch an der Hand verletzte Rückraumspieler Matthias Schmidt (37).

„Wir wussten im Vorfeld, dass es schwer wird. Vielleicht waren wir nach dem gelungen Saisonauftakt etwas euphorisiert. Beide Trainer haben in den vergangenen Jahren tolle Arbeit gemacht“, bedankte sich Warnemündes Handballchefin Karola Wiegratz (50). Warnemünde hatte im Sommer als Tabellenzweiter der MV-Liga erstmals den Aufstieg in die Ostsee- Spree-Liga geschafft. Als Saisonziel wurde der Klassenerhalt ausgegeben. Davon sind die Ostseestädter weit entfernt. Sie mussten acht Niederlagen in Serie einstecken, stehen mit 3 Punkten aus 13 Spielen am Tabellenende.

Zuletzt hat es zwischen Team und Schwarz gekracht. „Es sind böse Worte in Richtung Trainer gefallen, die Chemie hat nicht mehr gestimmt“, beschreibt Interimscoach Schmidt. „Deshalb kann ich den Rücktritt nachvollziehen.“ Schwarz hält sich bedeckt, sagt nur: „Wir haben es nicht geschafft, aus der Mannschaft eine Einheit zu formen.“ Den Vorwurf, er hätte zu wenig trainiert, wollte das SVW-Urgestein nicht stehen lassen. „Wir haben drei Trainingseinheiten pro Woche angeboten, diese wurden nicht ausreichend angenommen“, betonte Schwarz. Er war rund 15 Jahre Männercoach in Warnemünde. In den vergangenen sechs Jahren betreute der Familienvater die „Erste“, führte sie in die Pokalendrunde und zum Aufstieg.

Schwarz will jetzt erst mal Abstand gewinnen, drückt dem SVW aber weiterhin die Daumen. „Ich hoffe, jetzt geht ein Ruck durch die Mannschaft. Sie hat das Potenzial, die Klasse zu halten“, betont er.

Warnemünde empfängt morgen (19.30 Uhr, Gerüstbauerring) den TSV Rudow. Im Hinspiel gab es den bislang einzigen Sieg (30:27). „Das Ergebnis spielt keine Rolle mehr. Wir müssen die richtige Einstellung zeigen, aggressiv sein und unsere Chancen besser nutzen“, fordert Schmidt und betont: „Ich glaube zu 100 Prozent daran, dass wir die Klasse halten können.“



tb

12.12.2014
12.12.2014