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Rostock Veranstalter mit Weihnachtsmarkt zufrieden
Mecklenburg Rostock Veranstalter mit Weihnachtsmarkt zufrieden
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09:18 04.01.2019
Silviana Böttcher verkauft Schokofrüchte auf dem Warnemünder Weihnachtsmarkt. Ihr hat vor allem die familiäre Atmosphäre gefallen. Quelle: Johanna Hegermann
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Rostock

Auch in Warnemünde hat die Weihnachtszeit nun offiziell ihr Ende gefunden. Der Weihnachts- und Neujahrsmarkt ist geschlossen, die Buden auf dem Kirchenplatz abgebaut. Einen Monat lockte die Veranstaltung Rostocker, Urlauber und Tagesgäste in die Ortsmitte.

Generell ziehen die Veranstalter vom Warnemünder Handels- und Gewerbeverein eine positive Bilanz. „Der Markt ist wieder ein Stückchen besser geworden“, sagt Michael Paasch vom Vorstand. „Wir merken, dass der Markt von vielen Leuten gern gesehen wird. Er ist zu einem Anlaufpunkt geworden.“ Das fülle nicht nur die Straßen, sondern auch die Geschäfte im Ostseebad.

Auch das Kulturprogramm sei in diesem Jahr reichhaltig und abwechslungsreich gewesen. Die Weihnachtsmannsprechstunde sei gerade bei den kleinen Gästen beliebt gewesen. Außerdem sind zahlreiche Musikgruppen, Solokünstler, die Rock- und Popschule und Duos wie „Chris & Louis“ im Zelt aufgetreten. Insgesamt konnte der Verein gemeinsam mit der Agentur „Kultur & Meer“ rund 50 Auftritte auf die Bühne bringen. Das sei in dieser Größenordnung nur durch Spenden und durch den Verkauf der Weihnachtsbäume möglich gewesen. Denn rund 300 Bäume, die den Markt schmückten, wurden auch zum Verkauf angeboten. Etwa die Hälfte davon stand dann zu Weihnachten im neuen Zuhause.

Mit dem Wetter waren die Veranstalter jedoch nicht zufrieden. „Wir hatten durch das feuchte Wetter schon einen kleinen Besucherrückgang“, erklärt Dietmar Vogel vom Gewerbeverein. Erst rund um Weihnachten habe es einen Aufschwung gegeben. Mit dem Sturm am Neujahrstag habe man hier Glück gehabt. „Durch die geschützte Lage konnten wir den Markt offenhalten“, ergänzt Paasch. Größtenteils seien auch die Händler zufrieden gewesen.

Dem kann Silviana Böttcher zustimmen. Sie hat in diesem Jahr Schokofrüchte auf dem Markt verkauft. „Die Leute waren gut drauf, hier war immer Action“, erklärt sie. Die Händlerin habe viele schöne Gespräche geführt und mit den Kunden gescherzt. Obwohl das Wetter eher durchwachsen war, berichtet sie von guten Besucherzahlen. „Ich habe da gestaunt, dass die Leute aus ihren Löchern kommen“, erzählt Silviana Böttcher lachend. Auch untereinander sei die Stimmung gut gewesen. „Wir sind hier wie eine Familie, da hilft jeder dem anderen.“

Gerade dieses Familiäre komme gut an. „Der Weihnachtsmarkt gehört zwingend zu Warnemünde“, erzählt Anita Köhler. Die Berlinerin hat über die Feiertage ihre Familie im Ostseebad besucht. „Es ist ein kleiner, gemütlicher, kuscheliger Weihnachtsmarkt“, urteilt sie. „Hier trifft man auch mal Warnemünder“, ergänzt ihre Mutter Beatrix Köhler.

Svetislav Jergic aus der Slowakei verkauft Baumstriezel auf dem Warnemünder Weihnachtsmarkt. Er kritisiert die Saison. Quelle: Johanna Hegermann

Ein paar mehr Kunden hätte sich jedoch Svetislav Jergic an seinem Baumstriezelstand gewünscht. „In den ersten zwei Wochen habe ich ein Problem gehabt. Es war einfach nicht gut besucht“, erklärt er seine Situation. Die Leute hätten lieber im Zelt gesessen – geschützt vor dem Regen. Ob er im kommenden Jahr wiederkommt, weiß er noch nicht. „Es war alles in allem sehr nett, aber die Umsätze waren nicht so gut.“

Erstmals haben die Veranstalter in diesem Jahr Erfahrungen mit Mehrwegtassen gesammelt und sind überzeugt. „Das war ein voller Erfolg und bedeutete jede Menge Müllvermeidung“, erklärt Paasch. Im kommenden Jahr soll es dann eine Sammeltasse geben – mit Motiven des Warnemünder Künstlers Hansi Parczyk. „Wir fangen wahrscheinlich mit zwei Motiven an. Die Tassen kann man dann zurückgeben oder als Souvenir mitnehmen“, sagt Michael Paasch.

„Aus unserer Sicht ist Warnemünde durch den Weihnachtsmarkt im Dezember belebter.“ Sein Kollege vom Gewerbeverein, Dietmar Vogel, hat sogar eine Anfrage aus Skandinavien bekommen, dass der Markt in ein Busreiseprogramm aufgenommen werden soll. „Es gibt viele kleine Weihnachtsmärkte, aber unser ist von den kleinen der Schönste“, betont Vogel.

Johanna Hegermann

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