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Rostock Weiter Zoff um neues Behördenzentrum in Rostock
Mecklenburg Rostock Weiter Zoff um neues Behördenzentrum in Rostock
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11:24 04.04.2019
Die Abrissarbeiten am ehemaligen Dienstgebäude der Polizei in der Blücherstraße laufen noch. Bis Ende 2023 soll hier das neue Behördenzentrum stehen. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Rostock

Trotz massiver Kritik von Anwohnern und Ortsbeirat lehnt es die Rostocker Bürgerschaft ab, mit dem Land über weitere Parkplätze am neuen Behördenzentrum zu verhandeln. Das ist das Ergebnis einer zweifachen Abstimmung am Mittwoch.

Hintergrund: Mindestens 400 Mitarbeiter sollen künftig am Standort an der Blücherstraße tätig sein. Das Land plant mit 115 Parkplätzen, die für Besucher und Dienstwagen zur Verfügung stehen sollen. Für ihre privaten Autos dürfen die Beschäftigten die Stellflächen nicht nutzen. Anwohner befürchten nun ein Verkehrschaos. Schon jetzt sei der Park-Druck in dem Wohngebiet enorm, heißt es.

Auf Gelände sind Freiflächen vorhanden

Der Ortsbeirat Stadtmitte hat daher in der Bürgerschaft beantragt, dass Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) mit dem Land über mehr Parkplätze verhandelt. Schließlich gibt es auf dem Gelände an der Blücherstraße noch Freiflächen.

Die Bürgerschaft stimmte den Antrag des Ortsbeirates zunächst zu. Die Grünen forderten dann jedoch eine Neuabstimmung mit Auszählung, was zu einer Ablehnung führte, weil einige Bürgerschaftsmitglieder ihr Abstimmungsverhalten änderten. Ein Teil der Stadtvertreter will keine weiteren Parkplätze in der Innenstadt. Es gehe darum, neu zu denken und die Menschen dazu zu zwingen, ihr Mobilitätsverhalten in der Zukunft zu ändern, so der Tenor.

Ortsbeirat: Bürgerschaft verhindert Suche nach Lösung

Beim Ortsbeirat stößt die Entscheidung jedoch auf Unverständnis. „Ich kann die doppelte Abstimmung nicht nachvollziehen“, sagt Ortsbeiratschef Andreas Herzog. Auch könne es nicht sein, dass Politik und Verwaltung Tatsachen schaffen, indem sie mehrere Landesbehörden in ein Wohngebiet holen und sich dann nicht um die daraus resultierenden Verkehrsprobleme kümmern wollen, so Herzog weiter. Niemand wisse, ob und wie schnell sich das Mobilitätsverhalten ändere. „Das Ganze wird ,auf dem Rücken der Anwohner’ ausgetragen“, sagt der Ortsbeiratschef.

Ziel sei nicht gewesen, 500 Pkw-Parkplätze zu schaffen, so Herzog. „Es ging um eine bessere Lösung für die Anwohner und eine Entschärfung der Situation.“ Das habe die Bürgerschaft nun verhindert. „Diese Ablehnungshaltung ist absolut nicht nachzuvollziehen und den Anwohnern auch nicht zu vermitteln“, sagt der Ortsbeiratschef.

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