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Rostock Werftdreieck: Stadt präsentiert Verkehrspläne
Mecklenburg Rostock Werftdreieck: Stadt präsentiert Verkehrspläne
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06:04 21.10.2015
Ein Konzeptentwurf sieht vor, den Verkehr über eine neue bis zu fünfspurige Straße durch das Gebiet des ehemaligen Werftdreiecks zu leiten. Die Verlängerung der Maßmannstraße und die Max-Eyth-Straße sollen dafür entfallen. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

„Hier lösen wir nicht die Verkehrsprobleme der Stadt!“, betont Verkehrsingenieur Kristian Bock. Die etwa 40 Besucher der Einwohnversammlung zum „Verkehr am ehemaligen Werftdreieck“ sind skeptisch, als das Hafen- und Tiefbauamt die veränderte Verkehrsführung präsentiert. Die Pläne beziehen sich auf die Anbindung des Areals zwischen Lübecker Straße und Werftstraße. Hier plant das Wohnungsunternehmen Wiro ein Quartier mit rund 700 Wohnungen.

Dafür soll die Max-Eyth-Straße zurückgebaut und die Fortführung der Maßmannstraße in eine Fußgängerzone umgestaltet werden. „Fußgängern und Radfahrern soll eine sichere Querung ermöglicht werden“, sagt Heike Schröder, stellvertretende Leiterin des Hafen- und Tiefbauamts.

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Stattdessen soll eine neue Planstraße durch das Werftdreieck die Verkehrssituation entlasten. „Es ist ein klar strukturiertes Verkehrskonzept“, lobt Heike Schröder. Die zwei Varianten behandeln daher nur den Standort der bis zu fünfspurigen Planstraße. „Entweder wird die Neptunallee oder An der Kesselschmiede fortgeführt“, erklärt Bock. Favorisiert wird Zweiteres. „Es ist die leistungsfähigere Lösung.“

Momentan sind täglich bis zu 39 000 Fahrzeuge auf der Lübecker Straße und rund 12 000 auf der Werftstraße unterwegs. Laut einer Prognose für das Jahr 2030 sollen – unter Einbeziehung der neuen Pläne – auf dem Abschnitt der Landstraße 22 bis zu 40 000 Fahrzeuge fahren. Auf der Werftstraße soll die Zahl sogar auf 19 000 anwachsen.

Anette Niemeyer (Aufbruch 09), Ortsbeiratsvorsitzende der Kröpeliner-Tor-Vorstadt, befürchtet das die Zahlen noch steigen. Das enorme Ausmaß der geplanten Straße und deren Anbindung werde noch mehr Verkehr in die Stadt ziehen. „Was an einer Stelle entlastet wird, staut sich wieder an anderer Stelle.“

„Der Verkehr, der momentan speziell auf der Lübecker Straße stattfindet, wird gesamtstädtisch verursacht“, betont Heike Schröder. Das Gebiet am Werftdreieck werde wenig Einfluss auf den Verkehr der angrenzenden Straßen haben. Entlastet werde dies zusätzlich durch die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und an das Radwegenetz. „Jeder kann seinen Anteil leisten. Nutzen Sie einfach das Rad oder den Nahverkehr“, fordert Heike Schröder die Besucher der Versammlung auf.



Hegermann, Johanna