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Rostock Werften-Krise: Nordic fehlen 104 Millionen
Mecklenburg Rostock Werften-Krise: Nordic fehlen 104 Millionen
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12:12 28.02.2015
Der Schriftzug „Volkswerft Stralsund“ steht an der Schiffbauhalle der Nordic-Volkswerft in Stralsund (Symbolbild). Der Eigner der angeschlagenen Schiffbaubetriebe in Wismar, Warnemünde und Stralsund will für den Bau einer Offshore-Plattform mehr Geld.
Der Schriftzug „Volkswerft Stralsund“ steht an der Schiffbauhalle der Nordic-Volkswerft in Stralsund (Symbolbild). Der Eigner der angeschlagenen Schiffbaubetriebe in Wismar, Warnemünde und Stralsund will für den Bau einer Offshore-Plattform mehr Geld. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Rostock

Die Lage auf den in Finanznot geratenen Nordic-Werften in Wismar, Warnemünde und Stralsund ist offenbar deutlich dramatischer als bislang bekannt. Hintergrund ist ein schwelender Streit zwischen dem Schiffbauunternehmen und dem bald letzten verbliebenen Auftragggeber, dem deutschen Energiekonzern Alsom Grid.

Nordic baut zurzeit für Alstom die Offshore-Plattform „DolWin gamma“. Nach OZ-Informationen laufen die Produktionskosten aus dem Ruder. Grund sind konstruktionsbedingte Zusatzarbeiten in erheblichem Umfang. Deshalb will Nordic-Eigner Witalij Jussufow jetzt 104 Millionen Euro mehr als die ursprünglich vertraglich vereinbarten rund 320 Millionen Euro für die Plattform von Alstom bekommen.

Vor gut zwei Wochen schrieb Jussufow einen Brief an seinen Vertragspartner. Das Schreiben ist der OZ bekannt. Jussufow droht darin, die Arbeiten unverzüglich einzustellen, sollte sich Alstom nicht bewegen. Doch der Energiekonzern lässt nicht mit sich verhandeln. Nordic-Sprecher Stefan Sprunk wollte sich nicht dazu äußern.



Jörg Köpke