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Rostock Wird der Klinik-Neubau noch teurer?
Mecklenburg Rostock Wird der Klinik-Neubau noch teurer?
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00:00 26.04.2013
Die Kinderchirurgie wird abgerissen. Pläne für das Versorgungszentrum stehen auf dem Prüfstand. Quelle: OVE ARSCHOLL
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Gerät der Bauplan für Mecklenburg-Vorpommerns größte Baustelle ins Wanken? Das Bildungs- und das Finanzministerium setzen den geplanten Neubau Zentrale Medizinische Funktionen (ZMF) des Universitätsklinikums Rostock auf den Prüfstand. Ein Gutachter soll klären, ob der Bauplan des Betriebes für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL) und das von der Universitätsmedizin Rostock 2012 erstellte Betriebsorganisationskonzept überhaupt zusammenpassen.

Gegebenenfalls seien Anpassungen nötig, teilt der BBL auf OZ-Anfrage mit. Die Folgen: Änderungen könnten die geplante Bauzeit verlängern oder den Baustart hinauszögern. Eigentlich soll das ZMF bis 2017 stehen. Bei negativem Ergebnis fallen womöglich auch die bislang mit 80 Millionen Euro veranschlagten Kosten für das ZMF höher aus. „Bei Anpassungsbedarf wird die Planung gegebenenfalls zu ändern sein“, bestätigt BBL-Sprecher Christian Hoffmann. Noch aber sei das Gutachten ergebnisoffen.

Ein Risiko scheinen die Ministerien jedenfalls nicht eingehen zu wollen. „Wir haben die Anordnung, Arbeiten erstmal nicht weiter auszuschreiben“, sagt Hoffmann. Von Baustopp könne aber keine Rede sein. „Die Leistungen, die wir ausgeschrieben haben, laufen aktuell und werden wie geplant fortgeführt“, betont der BBL-Sprecher. Seit Anfang April werden auf dem Baufeld des ZMF Gebäude entkernt und abgerissen. Bis Ende Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Liege dann das Gutachten vor mit dem Ergebnis, dass Bauplanung und Betriebswirtschaftlichkeitsstudie zusammenpassen, werde nahtlos mit der Errichtung des ZMF-Rohbaus fortgefahren, kündigt Hoffmann an.

Das jetzige Gutachten sei notwendig, um eine Experten-Aussage zur betriebswirtschaftlichen Optimierung der Betriebskosten zu erhalten, sagt Henning Lipski. „Die Begutachtung dient also letztlich auch dazu, die Kosten im unabweisbaren Rahmen zu halten und erhebliche Mehrkosten zu vermeiden“, so der Sprecher des Bildungsministeriums. Das Ergebnis des Gutachtens wird für Ende Mai erwartet.

Im ZMF auf dem Gelände des Uniklinik-Campus Schillingallee sollen sämtliche Einrichtungen für die Erstversorgung eines Patienten untergebracht werden: Notaufnahme, Schock- und Röntgenräume sowie Labore.

Antje Bernstein

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