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Rostock Wirtschaft fordert mehr Tempo beim Dänemark-Tunnel
Mecklenburg Rostock Wirtschaft fordert mehr Tempo beim Dänemark-Tunnel
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06:12 30.04.2015
Die geplante Fehmarnbeltquerung auf deutscher Seite auf einer Karte des Infozentrums Puttgarden.
Die geplante Fehmarnbeltquerung auf deutscher Seite auf einer Karte des Infozentrums Puttgarden. Quelle: Marcel Schulz/Stadt Fehmarn
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Schwerin

Das dänische Parlament macht den Weg frei für die Fehmarnbeltquerung: Die Volksversammlung „Folketing“ hat am Dienstag das Gesetz zum Bau und Betrieb der Querung mit Straßen und Schienenanbindung in Dänemark verabschiedet. Damit wurde die offizielle Grundlage für den Bau des in Deutschland nicht unumstrittenen Tunnels gelegt.

Wirtschaftsvertreter aus Mecklenburg-Vorpommern loben die Entscheidung: Damit zeige das dänische Parlament, „dass es geschlossen hinter dem Jahrhundertprojekt einer festen Fehmarnbeltquerung steht“, sagt Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin. Er fordert von der deutschen Politik mehr Tempo. Die Entscheidungsträger in Bund und Land müssten „durch koordiniertes Vorgehen die planerischen Voraussetzungen zu schaffen, um eine zusätzliche Wertschöpfung für Mecklenburg-Vorpommern zu erzeugen“.

Anders als die Schweriner Kammer lehnt die IHK Rostock das dänische Großprojekt ab. Der Rostocker Seehafen und die Fährverbindung nach Gedser könnten Einbußen erleiden, wenn der Tunnel in Betrieb genommen wird. Das soll 2021 geschehen.



Gerald Kleine Wördemann