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Rostock Wirtschaft klagt über Folgen des Bahnstreiks
Mecklenburg Rostock Wirtschaft klagt über Folgen des Bahnstreiks
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19:18 21.05.2015
Martina (55) und Harald Liedtke (58) aus Essen warten am Rostocker Hauptbahnhof auf ihren Zug.
Martina (55) und Harald Liedtke (58) aus Essen warten am Rostocker Hauptbahnhof auf ihren Zug. Quelle: Thomas Ulrich
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Rostock

Der neunte Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat vielen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern zugesetzt. „Unter so einem Streik, gerade in einem so empfindlichen Bereich wie dem Güterverkehr, leidet die Wirtschaft immer“, sagt Manuela Balan, Geschäftsführerin des Unternehmerverbandes Rostock-Mittleres Mecklenburg. Sie begrüßt es daher, dass die Tarifverhandlungspartner wieder miteinander reden.

Das Schlichtungsverfahren, auf dass sich die Kontrahenten in der Nacht zu Donnerstag verständigt hatten, soll am nächsten Mittwoch beginnen und drei Wochen lang dauern. Laut GDL gilt bis zum 17. Juni die Friedenspflicht, in der nicht gestreikt wird.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock erwartet nun von beiden Parteien „Besonnenheit und einen konstruktiven Dialog, um weitere Schäden von der Wirtschaft abzuwenden“, sagt Sprecher Sven Olsen. Betroffen sind vor allem Umschlagsfirmen im Rostocker Überseehafen wie die Trimodal GmbH.

Am Rostocker Hauptbahnhof mussten am Donnerstag noch viele Reisende auf ihre Verbindungen warten. In der Hansestadt sind laut der Deutschen Bahn täglich rund 400 Züge im S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr unterwegs. Wegen des Streiks fuhren im Regionalverkehr nur noch rund 15 Prozent der Züge. Im Fernverkehr war es etwa ein Drittel. Etwa 23 000 Reisende nutzen in Rostock täglich den Zug, so die Bahn.

Die Folgen des Ausstands werden für die Passagiere auch in den nächsten Tagen noch zu spüren sein. Im Nahverkehr sollen die Züge am Freitag wieder nach Plan fahren, im Fernverkehr erst am Samstag. Zuvor sollen jedoch nach und nach weitere Züge bereitgestellt werden und den Notfahrplan kurzfristig ergänzen.



OZ