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Rostock Wohnen am Rostocker Werftdreieck: So hoch werden die Mieten
Mecklenburg Rostock Wohnen am Rostocker Werftdreieck: So hoch werden die Mieten
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21:54 26.04.2019
Moderne Bauten, Wasser und viel Grün: So könnte das neue Wohnviertel am Werftdreieck eines Tages aussehen. Quelle: Albert Wimmer ZT GmbH
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Rostock

Die Hansestadt braucht dringend neuen, zusätzlichen Wohnraum. Doch bis eines der größten und wohl schönsten neuen Wohnviertel fertig ist, wird es mindestens noch fünf Jahre dauern: Frühestens 2022 will die stadteigene Wohnungsgesellschaft Wiro mit den Bauarbeiten am Werftdreieck starten. Denn viele Fragen zu dem neuen Vorzeigequartier sind noch offen. „Wir brauchen die Zeit für Planungen, Genehmigungen, Ausschreibung“, so Christian Jentzsch, Prokurist der Wiro, beim mittlerweile fünften Bürgerdialog zu dem Bauvorhaben.

Mieten um die 10 Euro

Noch sind viele Fragen zum Mammut-Projekt offen: Frühestens im Jahr 2025, so Jentzsch, könnten die ersten 150 von insgesamt 700 Wohnungen im Viertel fertig sein. Eine der wichtigsten Fragen – jedenfalls für künftige Bewohner und auch den Ortsbeirat der KTV – kann die Wiro indes bisher noch nicht beantworten: Wie hoch werden die Mieten am Werftdreieck sein? „Die Wiro plant den Bau von Wohnungen, die eine breite Palette an Wohnungsgrößen, Wohnungsgrundrissen und Miethöhen abdecken. Eine ausgewogene Mischung der Bewohner ist uns wichtig. Zu diesem Zeitpunkt gibt es aber noch keine detaillierte Planung“, so Jentzsch. Es gäbe noch viele „Unbekannte“ in den Berechnungen des größten Wohnungsunternehmens im Land: „Aber aus heutiger Sicht erwarten wir Mieten zwischen acht und elf Euro je Quadratmeter.“ Im Rahmen der Fördermöglichkeiten durch das Land MV plant die Wiro aber auch den Bau neuer Sozialwohnungen am Werftdreieck – zu deutlich günstigeren Mieten.

Kein Museum für Heinkel

Ebenfalls noch nicht abschließend geklärt: Am Werftdreieck will Rostock an die Industrie- und Wirtschaftsgeschichte der Hansestadt erinnern. Immerhin ist das Areal ein geschichtsträchtiger Ort: Dort, wo bald Wohnungen entstehen, war die Keimzelle der Industrialisierung an der Warnow. Auf der Fläche wurde einst Draht hergestellt. Nach der Insolvenz der Firma „Norddraht“ siedelten sich dort die Heinkel-Flugzeugwerke an. Anfang 2018 ließ die Wiro das letzte sichtbare Zeugnis dieser Zeit, die so genannte Heinkel-Mauer, abreißen – nach langer, hitziger Debatte.

Zwischenzeitlich gab es Pläne, im benachbarten Neptun-Einkaufscenter ein komplettes Industrie-Museum aufzubauen. Die sind aber vom Tisch. „Ein Museum wird es nicht geben, wir sprechen eher von einer Dokumentationsstätte“, sagt Thomas Werner vom Rostocker Amt für Kultur und Denkmalpflege. Mit der Wiro sei vereinbart worden, dass die Stadt im neuen Viertel einen etwa 400 Quadratmeter großen Raum mieten wird. Dort sollen Ausstellungsstücke aus der Industriegeschichte gezeigt werden, dort wird Räume für Veranstaltungen geben – unter anderem mit Schulklasse. „Natürlich wird es um das Kapital Flugzeugbau gehen, auch um die Zwangsarbeit im Dritten Reich“, sagt Werner. Aber auch die Werften zu DDR-Zeiten, die ersten großen Betriebe Rostocks – zum Beispiel die einstige Margarinefabrik –werden Thema sein. „Wir arbeiten derzeit an den Konzept, auch in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Luft und Raumfahrt.“

Welche Namen tragen die Straßen?

Auch über die künftigen Straßennamen wird noch zu reden sein: „Wir wollten an technische Errungenschaften aus Rostock erinnern“, so Denkmalschützer Peter Writschan. Eine dieser Erfindungen von der Warnow sei der Schleudersitz. „Aber wer möchte schon am Schleudersitzweg wohnen?“ Die Stadt habe daher die Idee, die Straßen nach Frauen zu benennen, die Großes in Industrie und Technik geleistet haben. „Ein Name könnte der von Emily Warren Roebling sein. Sie hat maßgeblich am Bau der Brooklyn Bridge in New York mitgewirkt.“

Andreas Meyer

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