Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Neuer Yara-Geschäftsführer: Aus der Wüste zurück ins Grüne
Mecklenburg Rostock Neuer Yara-Geschäftsführer: Aus der Wüste zurück ins Grüne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:17 17.06.2019
Seit 100 Tagen ist Dr. Thomas Schmitz der neue Geschäftsführer im Yara-Werk im Poppendorf. Dort werden am Tag mehr als 2400 Tonnen Nitratdünger produziert.  Quelle: Andreas Golz
Anzeige
Poppendorf

Von Poppendorf nach Katar und wieder zurück: Dr. Thomas Schmitz ist der neue Geschäftsführer des Yara-Düngemittelwerkes in der Gemeinde im Kreis Rostock. Dort, wo er vor exakt 20 Jahren zum ersten Mal als Geschäftsführer anheuerte. „Ich kam ohne Vorbehalte 1999 in eine Region, die ich nicht kannte, aber sehr schnell sympathisch fand. Die sieben Jahre meiner ersten Zeit als Geschäftsführer bleiben mir angenehm in Erinnerung“, beteuert der Niederrheiner.

2006 brach er auf, um an anderen Standorten des Yara-Konzerns zu arbeiten: Brüssel, Dülmen (Nordrhein-Westfalen), Katar. Der Wüstenstaat wurde aber nicht wirklich zu seinem Refugium. Das hatte Schmitz Tausende Kilometer nördlich: Sein Häuschen in Poppendorf. „Meine Frau Silke und ich waren so oft wie möglich da. Weihnachten, Urlaub, denn Heimat ist Heimat“, erklärt der 58-Jährige.

Werk hat eine gewaltige Entwicklung genommen

Aber beruflich zurück? Das sei nie so geplant gewesen, versichert Schmitz. Doch im vorigen Herbst stand die Vakanz des Geschäftsführers bei Yara in Poppendorf an. „Eine glückliche Fügung für mich“, erklärt er seine im Februar 2019 begonnene Renaissance. Ruhig will er es aber nicht angehen: „Das ist nicht meine Art. Ich brauche noch immer die Herausforderung“, verrät Schmitz.

Sein Vorgänger, Dr. Donald Höpfner, habe in den vergangenen Jahren Enormes für das Unternehmen geleistet. Das gelte es nun fortzuführen. „Natürlich stehen die Anlagen noch dort, wo sie vor mehr als zwölf Jahren standen. Aber das Werk hat eine gewaltige Entwicklung genommen, die weitergeht“, weiß Schmitz.

Mehr als 2400 Tonnen Nitratdünger am Tag

Das Yara-Düngemittelwerk in Poppendorf hat in den vergangenen Jahren 138 Millionen Euro für die Modernisierung und Kapazitätserweiterung der Produktionsanlagen des Unternehmens investiert. Das zahlte sich nun am ersten Juni-Wochenende aus: Die avisierte Tagesproduktion von 2400 Tonnen Nitratdünger wurde überboten. Eine Produktionssteigerung um 20 Prozent. „Sie soll noch nicht das Erreichbare sein“, erklärt Geschäftsführer Dr. Thomas Schmitz, der nun seit 100 Tagen im Amt ist.

Seit Mitte der 1980er Jahre produziert das Werk Mineraldünger für die Landwirtschaft nach strengen Auflagen des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur. Heute sind 244 Mitarbeiter und 22 Azubis im Unternehmen beschäftigt. Im Jahr 2017 ist eine vollautomatische Abfüllanlage für Düngemittel in Säcke, sogenannte Bigbags, in Betrieb genommen worden. Der Fokus auf Ökologie und Ökonomie. „Mehr Dünger auf dem Acker hilft weder uns noch den Bauern“, sagt Dr. Schmitz. Will heißen: Die Digitalisierung in der Landwirtschaft und das Erstellen von Konzepten für intelligente Düngung gehören zu den Herausforderungen des weltweit tätigen Yara-Konzerns.

Andreas Golz/OZ

Rostock Millionen-Investition in Schmarl - Stadtwerke: Baustart für Mega-Wärmespeicher

Einen Mega-Speicher planen die Stadtwerke auf ihrem Gelände in Rostock-Schmarl. Der fast 60 Meter hohe Tank soll Rostock ein ganzes Wochenende mit Wärme versorgen können.

17.06.2019

OZ-Bloggerin und Model Leni hört Rammstein, seit sie als Teenager einen Jungen beeindrucken wollte. Mit dem Typen wurde es nichts, doch die Musik ist geblieben. Das waren Lenis persönliche Highlights beim Rammstein-Konzert in Rostock.

17.06.2019

Einen Tag nach seiner Wahl zum neuen Rostocker Oberbürgermeister haben Parteien und Verbände Claus Ruhe Madsen gleich mal klar gemacht, was sie von ihm erwarten. Eines ist schon jetzt sicher: Auf den „Neuen“ im Rathaus wartet viel Arbeit.

18.06.2019