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Rostock Zeugnis der Barbarei: Ausstellung über „entartete Kunst“
Mecklenburg Rostock Zeugnis der Barbarei: Ausstellung über „entartete Kunst“
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11:28 09.08.2013
Der "Kopf in Messing (1925)" von Rudolf Belling. Foto: Bernd Wüstneck
Der "Kopf in Messing (1925)" von Rudolf Belling. Foto: Bernd Wüstneck
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Rostock

Die einzige Sammlung von Werken, die von den Nazis bei der Aktion „Entartete Kunst“ 1937 aus deutschen Museen entfernt wurden, lagert in Rostock. Sie stammt aus dem Nachlass des 1945 gestorbenen NS-Kunsthändlers und Ernst-Barlach-Vertrauten Bernhard A. Böhmer. Teile daraus sind von Sonntag an in Güstrow in einer Ausstellung der Ernst Barlach Stiftung zu sehen. Unter dem Titel „Verfemt - verfolgt - beschlagnahmt. Künstler der klassischen Moderne. Aus dem Nachlass von Bernhard A. Böhmer“ werden rund 50 der 613 Werke der Sammlung präsentiert.

Böhmer (1892-1945) und Barlach (1870-1938) verband ein ambivalentes Verhältnis, wie der Direktor der Stiftung, Volker Probst, sagt. Böhmer arbeitete als Barlachs Gehilfe und er handelte mit dessen Kunst. Er stand aber auch dem NS-Regime nahe. So verkaufte Böhmer im Auftrag der Nazis sogenannte entartete Kunst zur Devisenbeschaffung ins Ausland.

dpa