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Rostock Zoff um Altstadt-Parkhaus: Wiro stellt neue Enwürfe vor
Mecklenburg Rostock Zoff um Altstadt-Parkhaus: Wiro stellt neue Enwürfe vor
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00:38 10.03.2018
Blick vom Petriviertel: So soll das neue Parkhaus aussehen. QUELLE: LÖSER LOTT ARCHITEKTEN GMBH
Östliche Altstadt

Auf der vergangenen Sitzung hatte es noch heftige Diskussionen gegeben: Alle Entwürfe zur Gestaltung des geplanten Parkhauses am Küterbruch waren im Planungs- und Gestaltungsbeirat der Hansestadt durchgefallen. Am Ende ging es sogar nur noch am Rande um die Fassaden. Das mit externen Experten besetzte Gremium fand generell keinen Gefallen an den Plänen des städtischen Wohnungsunternehmens Wiro. Es wurde grundsätzlich infrage gestellt, ob ein solcher Bau unterhalb der Stadtmauer überhaupt notwendig sei.

Gestaltungsbeirat lobt Siegerkonzept / Zahl der Parkplätze auf 263 reduziert

Nun aber ist der Durchbruch gelungen. Die Wiro hatte nach der Kritik eingelenkt und einen Wettbewerb ausgeschrieben. Erfahrene Architekten erarbeiteten drei neue Entwürfe – die gestern den Gestaltungsbeirat überzeugt haben. „Das Ergebnis ist erfreulich. Die Entwürfe sind auch völlig unterschiedlich“, sagte der Beiratsvorsitzende Klaus-H. Petersen.

Der Siegerentwurf stammt von den Löser Lott Architekten aus Berlin. „Sie haben sich auch mit dem Innenraum beschäftigt. Hier entsteht durch die Anordnung der Leisten an den äußeren Wänden ein faszinierender Lichteinfall“, so Petersen. Der Entwurf orientiere sich an der Historie und der früheren gewerblichen Nutzung dieses Ortes. „Mit einfachen Mitteln kann einiges erreicht werden.

Vielleicht liefern die neuen Entwürfe auch Anregungen für die Gestaltung des Parkhauses auf der Holzhalbinsel“, sagte Antje Osterwold. Der Gestaltungsbeirat war unter anderem wegen der heftigen Kritik an der Fassade dieses Gebäudes überhaupt gegründet worden.

Neben der Änderung der Fassadengestaltung hat sich die Wiro auch dazu entschieden, die Höhe des geplanten Parkhauses am Küterbruch zu reduzieren. „Wir werden die im Bebauungsplan vorgegebenen 12,50 Meter einhalten“, sagte Projektleiter Hannes Wilcke. Auch werde die Zahl der Stellplätze von 350 auf 263 reduziert. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis und freuen uns darauf, es umzusetzen“, so Wilcke.

Die Entscheidung für das Parkhaus am Küterbruch stammt bereits aus dem Jahr 2005. Damals wurden 350 Stellplätze im B-Plan festgelegt, 12,50 Meter Höhe für zulässig erklärt. 2015 verkaufte die Stadt das Grundstück an die Wiro, mit der entsprechenden Baubindung. Eine Entlastung der Östlichen Altstadt und das Angebot für Pendler waren die wesentlichen Gründe, warum sich die Stadtplaner für ein Parkhaus an dieser Stelle entschieden. Aus diesen beiden Gruppen erhofft sich die Wiro nun das Kundenpotenzial.

Auch der Ortsbeirat Stadtmitte hatte in den vergangenen Wochen scharfe Kritik an den Wiro-Plänen geübt: Vor allem eine „angemessene Gestaltung des Parkhauses“ an diesem städtebaulich sensiblen Ort in der Östlichen Altstadt müsse erreicht werden, hieß es. Auch bestand der Ortsbeirat darauf, dass die im Bebauungsplan festgelegte maximale Höhe des Gebäudes eingehalten werde. Die Wiro-Planungen lagen zunächst darüber. Zudem sollten die Belastung durch Schall, Abgase und Scheinwerfer für die angrenzende Kita und die benachbarte Wohnbebauung so gering wie möglich gehalten werden. Ob der Wiro mit den neuen Plänen auch im Ortsbeirat der Durchbruch gelingt, ist noch offen.

André Wornowski

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