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Rostock Im Doppelpack engagiert für den Stadtteil
Mecklenburg Rostock Im Doppelpack engagiert für den Stadtteil
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14:30 20.02.2019
Engagiert für Groß Klein: Maren Wiese und Anne-Maria Hocke (r.) Quelle: Claudia Labude-Gericke
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Rostock

In Groß Klein gibt es zwei neue Gesichter, die für frischen Wind im Stadtteil sorgen und engagiert für dessen Bewohner da sein wollen: Anne-Maria Hocke ist seit Januar Leiterin des Stadtteil- und Begegnungszentrums (SBZ) der Arbeiterwohlfahrt im Gerüstbauerring. Die 27-Jährige ist in Mecklenburg-Vorpommern geboren und nach Studium, Auslandsjahr und zuletzt einer Arbeitsstelle in der Kinder- und Jugendhilfe in Thüringen wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Mit der Stelle als Chefin des Börgerhus’ vertritt Hocke Lucia Ziegler in deren Elternzeit. „Mein erster Eindruck von Groß Klein ist sehr positiv. Die Menschen sind offen und nett und nutzen das Haus gern“, bilanziert die engagierte Sozialpädagogin ihre ersten Wochen im neuen Amt.

Geld zu verteilen ist nicht die einzige Aufgabe

Der positiven Meinung über das Viertel und dessen Bewohner schließt sich auch Marén Wiese an, die als neue Stadtteilmanagerin auf Uwe Leonhardt folgt. Die 40-Jährige hat seit 2013 in verschiedenen Positionen bei der Stadt Rostock gearbeitet und bleibt auch weiterhin dort angestellt. Denn die Groß Kleiner hatten sich nach dem Auslaufen des Förderprogrammes Soziale Stadt dafür eingesetzt, auch weiterhin ein solche hauptamtliche Stelle vor Ort zu haben und das auch bestätigt bekommen. Genau wie die Stadtteilmanager anderer Viertel hat auch Marén Wiese ein Budget, das sie im Quartier einsetzen kann. „Geld verteilen ist aber nicht meine einzige Aufgabe“, erklärt sie schmunzelnd.

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Aktuell würde sie ihr Büro, das im Klenow Tor in der Albrecht-Tischbein-Straße zu finden ist, eher selten sehen. Vielmehr ginge es für sie darum, die Einrichtungen, Ansprechpartner und Menschen im Stadtteil kennenzulernen. „Ich wurde bisher immer sehr freundlich empfangen, selbst, wenn ich ohne Termin vorbeigeschaut habe“, sagt die Rostockerin, die sich erfolgreich auf die ausgeschriebene Stelle beworben hat und ihre neue Aufgabe „ohne Berührungsängste“ wahrnehmen will: „Groß Klein hat genau so viele gute oder schlechte Menschen wie jeder andere Stadtteil auch.“

Ziel: Aktive aus dem Stadtteil vernetzen

In ihrer Funktion als Stadtteilmanagerin arbeitet Marén Wiese auch mit den Kollegen des SBZ und dem Ortsbeirat zusammen. Die Arbeit in einem solchen ehrenamtlichen Gremium kennt sie bereits. „Ich war früher in Dierkow selbst im Ortsbeirat“, so Wiese. Ihr Ziel sei es, „die Aktiven im Stadtteil zusammenzubringen, noch mehr als bisher Menschen zum Engagement im Viertel zu motivieren und auch die Netzwerkarbeit zu stärken“.

Vorbereitungen für den Umwelttag laufen

So würde sie aktuell den Kontakt zu den Ehrenamtlern suchen, hätte bereits mit den Kitas und Schulen gesprochen und will nun versuchen, auch die vor Ort vertretenen Wohnungsunternehmen mit ins Boot zu holen. Denn aktuell stünde die Vorbereitung des Umwelttages auf dem Programm. Am Sonnabend, dem 27. April, soll in Groß Klein gemeinsam aufgeräumt werden. Diesen Frühjahrsputz gibt es im Viertel bereits seit einigen Jahren. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr vor dem Börgerhus, zum Mittag soll es einen gemeinsamen Imbiss geben.

Ideen für das Stadtteil-Budget willkommen

Noch einmal mit dem Ortsbeirat ins Gespräch kommen muss Marén Wiese unter anderem wegen der Verteilung des Budgets vom vergangenen Jahr. Geplant war, das Geld, immerhin 12 000 Euro, für vier Kleinfeld-Tore auszugeben. Doch dafür könnte die Summe nicht reichen: Eingeholte Kostenvoranschläge würden sich laut der Stadtteilmanagerin auf 18 000 Euro belaufen. Nun soll überlegt werden, entweder die Zahl der Tore zu halbieren oder noch einmal über die ganze Investition zu beraten. Davon unbenommen stünden auch in diesem Jahr wieder 12 000 Euro für den Stadtteil zur Verfügung, dazu noch 2500 Euro aus einem Fonds für Öffentlichkeitsarbeit, also zum Beispiel für Vereine oder Initiativen, die für eine Veranstaltung Plakate brauchen. Wer aus dem Viertel Vorschläge hat, wofür das Geld eingesetzt werden könnte, der findet bei Marén Wiese immer ein offenes Ohr.

Claudia Labude-Gericke