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Rostock Hochzeitstorte trifft auf Sand-Saurier
Mecklenburg Rostock Hochzeitstorte trifft auf Sand-Saurier
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17:09 05.05.2019
So könnte sie aussehen, die Hochzeitstorte von Braut Andrea (Mitte). Beim Bau halfen (v. l.) Tina, Saskia, Julia, Anni, Candy und Meike. Quelle: Claudia Labude-Gericke
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Warnemünde

Braut Andrea heiratet zwar erst im August – ihre Hochzeitstorte hat sie am Sonnabend aber trotzdem schon einmal vorgebaut. Und zwar aus Sand. Ihre Freundinnen hatten die Schwerinerin mit einem Junggesellinnenabschied in Warnemünde überrascht und sind dort als Team beim Sandburgenwettbewerb angetreten. „Ich hatte gar keine Ahnung, was mich an diesem Tag erwartet“, erzählt die 26-jährige Braut, auf die später auch noch eine Schnitzeljagd wartete. Für den Bau der ansehnlichen Sand-Torte hat die Gruppe rund anderthalb Stunden gebraucht.

Zukünftiger Ehemann ins Werk integriert

Bei der Premiere des Sandburgenwettbewerbes in Warnemünde waren Andrea und ihre Freundinnen aber nicht die Einzigen, die etwas zu feiern hatten. Unter den insgesamt sechs Teilnehmer-Teams war auch noch eine weitere Junggesellinnen-Truppe. Braut Anna, die in der Nähe von Magdeburg wohnt, wurde von Mama, Tante und Freundinnen ebenfalls mit einem Kurzbesuch im Ostseebad samt Wettbewerbsteilnahme überrascht.

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Einen Plan, was sie bauen wollen, hatten die Frauen vorher nicht. „Aber meinen zukünftigen Mann Freddy haben wir ins Werk mit integriert“, sagt die 24-jährige Anna schmunzelnd.

Sandburg mit Helikopter-Landeplatz

Ein Sandfeld weiter hat Meilo (8) mit den Brüdern Aram (5) und Areg (7) eine riesige Burg mit Türmen, Platz für Tiere und Autos und sogar einem Hubschrauberlandeplatz gebaut. „Das haben wir uns alles beim Bauen überlegt“, sagt Meilo, der zusammen mit Mama Nicole Bruns an den Strand gekommen war. Arams und Aregs Papa Andreas hatte in der Zeitung vom Sandburgenwettbewerb gelesen und mit Eimern und Schaufeln waren dann alle zusammen angetreten. Und das mit Erfolg – denn am Ende gab es dafür den dritten Platz.

So kreativ waren die Teilnehmer des Sandburgenwettbewerbs in Warnemünde.

Den erreichten auch die Brüder Max (12) und Crischi (5), die mit Oma und Opa aus Sand das gebaut hatten, was Warnemünde ausmacht: den Leuchtturm, eine Düne und ein Schiff.

Ganz allein, dafür aber mit ausgeklügeltem Plan, war Melina aus Lichtenhagen angetreten. Innerhalb der vorgegebenen Zeit ließ die Zwölfjährige eine Meerjungfrau sowie einen Seestern entstehen und landete damit auf Platz 2.

Kurzurlauber aus Hamburg holen sich den Sieg

Den Sieg sicherte sich am Ende ein spontaner Wettbewerbsteilnehmer: Jakob aus Hamburg baute zusammen mit seiner Mama einen beachtlichen Dinosaurier. „Der kann nicht beißen, der ist ja aus Sand“, erklärte der Vierjährige, während er für ein Siegerfoto neben seinem Werk posierte. „Wir wollten eigentlich nur mal schauen, was hier so entsteht und selbst nur eine kleine Sandburg bauen“, erzählt Mama Lena. Dass aus der spontanen Idee am Ende der Sieg wurde, kann die Hamburgerin kurz nach Erhalt der Medaillen und Urkunden gar nicht fassen.

„Der beißt nicht“: Jakob und seine Mama Lena aus Hamburg sicherten sich mit diesem Dino aus Sand den Sieg. Quelle: Claudia Labude-Gericke

Eigentlich war die vierköpfige Familie zur Erholung nach Warnemünde gekommen, bevor in vier Wochen das dritte Kind das Licht der Welt erblicken wird. Ihr Babybauch hielt Lena aber nicht davon ab, zusammen mit dem Sohnemann Sandkunst zu bauen. „Jakob war ganz begeistert, dass die Feuerwehr mit am Strand war und geholfen hat, den Sand nass zu machen. Er hat fleißig die Eimer hin und her geschleppt“, erzählt sie. „Papa hat gelesen und meine Schwester hat geschlafen“, verrät der Knirps, was die andere Familienhälfte während des Wettbewerbs getan hat.

Lückenschluss war überfällig

Tourismusdirektor Matthias Fromm war mit der Premiere des Sandburgenwettbewerbes der mecklenburgischen Ostseebäder zufrieden. „Bisher war nur Markgrafenheide dabei und wir fanden, es ist an der Zeit, die Lücke zu schließen und auch mit Warnemünde mitzumachen“, so Fromm, der auch zusammen mit Klaus Möller vom Leuchtturm-Verein, Galeristin Ulrike Möller und Malerin Annegret Heider die Jury bildete.

Rostocks Tourismusdirektor Matthias Fromm (v. r.) bildete mit Malerin Annegret Heider, Galeristin Ulrike Möller sowie Klaus Möller vom Leuchtturm-Verein zur Jury des Wettbewerbes. Quelle: Claudia Labude-Gericke

Dass sechs Teams dem stürmischen Wetter getrotzt und sich mit viel Kreativität beteiligt haben, sei für ihn ein hoffnungsvoller Start. „Das mit dem Wettbewerb machen wir nächstes Jahr wieder“, versprach Rostocks Tourismus-Chef. Vielleicht sind dann ja auch wieder die beiden Bräute dabei – dann als Ehefrauen mit ihren Männern.

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