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Mecklenburg Strandurlaub der besonderen Art
Mecklenburg Strandurlaub der besonderen Art
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18:23 14.08.2019
Mitglieder des Kühlungsborner Beachvolleyballvereins mit dem Strandquad, der ihnen ihre Arbeit beim Aufbau des Turnierstrandes erleichtert. Quelle: Rolf Barkhorn
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Kühlungsborn

 Die Urlaubstage vom frühen Morgen bis in den späten Abend hinein am Strand verbringen, wer mag das nicht gern? Schließlich kommen aus diesem Grund jeden Sommer tausende Urlaubsgäste nach Kühlungsborn.

Am Strand um zu arbeiten

Doch einige der jungen Männer, die sich in dieser Woche von früh bis spät am Sportstrand zwischen Seebrücke und Bootshafen aufhalten, sind keine gewöhnlichen Urlauber. Es sind größtenteils sogar Kühlungsborner, die extra Urlaub genommen haben. Nicht um sich am Strand in die Sonne zu legen, sondern, um dort zu arbeiten.

Denn die etwa zehnköpfige Gruppe, die tagsüber in dem Abschnitt anzutreffen ist, richtet den Strand für das große Beachvolleyballturnier her, das von morgen bis Sonntag unter dem Namen „Techniker Beach Tour 2019“ am Kühlungsborner Oststrand ausgetragen und sogar im Fernsehen, über den Privatsender Pro 7 maxx, live übertragen wird.

Doch bis es soweit ist und die ersten Vorrundenspiele und Qualifikationswettkämpfe für das Abschlussturnier der Herren- und Damenteams beginnen können, muss das Areal erst einmal für das große Event vorbereitet werden. Dazu gehören neben dem Center-Court drei Nebenplätze. Während die technisch etwas aufwendigeren Konstruktionen, wie die Tribüne am Center-Court und der Tower für das Wettkampfgericht, von Montagefirmen des Turnierveranstalters errichtet werden, kümmern sich die Mitglieder des einheimischen Beachvolleyballvereins um den Aufbau der Nebenplätze und weiterer Anlagen im Umfeld.

Team ist hoch motiviert

Für Lars Behrens, den Organisationschef bei den Kühlungsbornern, und seine Crew ist es nicht das erste Mal, das sie in der Rolle des Gastgebers am Aufbau der Sportanlage aktiv mitwirken. „In der neuen Serie, die jedes Jahr auch Station in Kühlungsborn macht, ist es bereits das siebte Mal, das wir dabei sind und uns einbringen“, erklärt der 35-Jährige, der sich gemeinsam mit anderen Vorstandsmitgliedern des Beachvolleyballvereins schon seit Februar mit der Vorbereitung des Turniers befasst. Viele Aufgaben ähneln denen aus dem Vorjahr, diese Routine ist hilfreich, verhindert aber Überraschungen nicht. „Irgendetwas Neues gibt es immer“, sagt Behrens und berichtet, dass sein Aufbauteam am vergangenen Dienstag kaum voran kam, weil das Material nicht rechtzeitig angeliefert worden war. „Dem Veranstalter ist mitten in der Tour ein Spediteur abgesprungen und ein anderer Lkw hatte auf dem Weg von Zinnowitz nahc Kühlungsborn noch eine Panne. Da ging an dem Tag gar nichts mehr“, erzählt Lars Behrens. Dafür wurde dann eben einen Tag später doppelt rangeklotzt. „Die Jungs sind hoch motiviert und es ist für sie trotz der Arbeit immer noch eine Menge Spaß dabei“, betont der Organisationschef.

Breite Unterstützung von Kühlungsbornern

Auch positive Überraschungen erlebt er manchmal. So meldete sich Malte Reichert, ein junger Urlauber aus Wolfsburg, der im vergangenen Jahr spontan beim Aufbau mithalf, bei ihm und bot erneut seine Mithilfe an. „Der Junge ist extra dafür nach Kühlungsborn gekommen, um uns zu helfen“, freut sich Behrens. „Genauso beeindruckend ist die breite Unterstützung, die in Kühlungsborn von vielen Seiten erhalten“, berichtet Behrens und nennt als Beispiele den städtischen Bauhof, der mit Mitarbeitern und Technik hilft sowie den Unternehmer Detlef Krebs, der für Transporte am Strand ein Quad zur Verfügung stellte.

Sicherheit wird ganzgroß geschrieben

Bei Lars Behrens laufen auch während des Turniers alle Fäden zusammen, die etwas mit der Organsisation zu tun haben. „So wird Sicherheit ganz groß geschrieben. Dazu gehört auch, dass wir dafür zu sorgen haben, dass Flucht- und Rettungswege freigehalten werden und bestimmte Bereiche Tag und Nacht vom Sicherheitsdienst bewacht werden.“

Aber trotz seiner Verantwortung werde er es sich auch nicht nehmen lassen, das eine oder andere Spiel anzusehen. „Jetzt ist bis zum Beginn noch einiges zu tun. Das bedeutet auch etwas Stress. Aber wenn am Freitag der erste Ball fliegt, kann auch ich anfangen, das Turnier etwas zu genießen“, meint der Kühlungsborner.Das Feiern aber bei der großen Beachparty am Samstagabend überlässt er dann doch den Gästen.

Sportlich greifen Mitglieder des Kühlungsborner Beachvolleyballvereins nicht in das Turnier ein. Einheimische Starter aus dem Ostseebad wird es auch in absehbarer Zeit nicht geben. „Wir spielen auch alle sehr gern Beachvolleyball, aber das machen wir allein, um Spaß zu haben“, ergänzt Behrens.

Für die Kühlungsborner Strandcrew gilt es dann am Sonntag um 17 Uhr noch einmal ranzuklotzen. Dann muss alles wieder abgebaut und der Normalzustand des Strandes wieder hergestellt werden.

Von Rolf Barkhorn

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