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Südwestmecklenburg Bewährungsstrafe nach Vergewaltigung bei Goa-Festival
Mecklenburg Südwestmecklenburg Bewährungsstrafe nach Vergewaltigung bei Goa-Festival
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18:17 19.08.2019
Der Angeklagte gab die Tat zu und verschaffte sich dadurch Strafmilderung
Der Angeklagte gab die Tat zu und verschaffte sich dadurch Strafmilderung Quelle: Cornelius Kettler
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Schwerin

Das Landgericht Schwerin hat in einem Berufungsprozess wegen Vergewaltigung die Strafe gegen einen 23 Jahre alten Mann deutlich abgemildert. Die Richter werteten den Fall nach Angaben eines Sprechers als minderschwer und verhängte am Montag eine Haftstrafe von zwei Jahren, ausgesetzt zur Bewährung.

Bei der Bemessung der Strafe sei das umfassende Geständnis und auch die Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 3000 Euro zugunsten des Angeklagten berücksichtigt worden.

Vergewaltiger sagt aus

In erster Instanz hatte das Amtsgericht Ludwigslust im Dezember 2018 eine Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten verhängt. Dagegen legte der Mann Berufung ein. Anders als im vorhergehenden Prozess räumte der Angeklagte den sexuellen Übergriff vor dem Landgericht ein.

Zuvor hatten sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung darauf verständigt, bei einem umfänglichen Geständnis die Strafe auf maximal zwei Jahre zu begrenzen. Durch das Geständnis blieb dem Mädchen erspart, vor Gericht als Zeugin aussagen zu müssen.

Übergriff im Zelt

Der Mann war im Sommer 2017 zusammen mit der damals 16-Jährigen zu einem sogenannten Goa-Musik-Festival in der Nähe von Eldena (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gefahren. Zu dem Übergriff kam es in einem Zelt, in dem sie gemeinsam übernachteten.

Als die schlafende Jugendliche wach wurde und die sexuellen Handlungen bemerkte, verließ sie das Zelt und rief um Hilfe. Täter und Opfer, die den Angaben zufolge keine feste Beziehung hatten, waren aus Schleswig-Holstein zu der Veranstaltung angereist.

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Von RND/dpa