Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Südwestmecklenburg CDU-Innenminister gegen Aufnahmeprogramme für Syrer
Mecklenburg Südwestmecklenburg CDU-Innenminister gegen Aufnahmeprogramme für Syrer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:16 21.08.2013
Das Kkontingent sei nicht ausgeschöpft, so Caffier. Foto: J. Stratenschulte/Archiv
Das Kkontingent sei nicht ausgeschöpft, so Caffier. Foto: J. Stratenschulte/Archiv
Anzeige
Schwerin

Der Sprecher der CDU-Innenminister, Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Lorenz Caffier, hat sich gegen weitere Aufnahmeprogramme für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. Das Bundesinnenministerium habe am 30. Mai eine Aufnahmeanordnung für 5000 syrische Flüchtlinge erlassen, sagte Caffier am Dienstag in Schwerin.

Dieses Kontingent sei noch lange nicht ausgeschöpft. Sollte weiterer Bedarf entstehen, würden sich die Innenminister bei ihrer Herbstsitzung damit befassen. Unter anderem das rot-grün regierte Rheinland-Pfalz macht sich beim Bund für die Aufnahme weiterer syrischer Flüchtlinge stark.

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern hatte in einem Offenen Brief an Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) am Montag die Aufnahme von Familienangehörigen von im Land lebenden Syrern gefordert. Das würde möglich, wenn das Land eine eigene Aufnahmeanordnung erlassen würde, so der Flüchtlingsrat. Das lehnt Caffier jedoch ab. Nach Angaben einer Ministeriumssprecherin will Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bei der EU um finanzielle Hilfen nachsuchen. Das Ergebnis dieser Anfrage werde abgewartet und das Thema auf der Innenministerkonferenz im Herbst beraten, sagte sie.

Der Sprecherin zufolge leben in Mecklenburg-Vorpommern aktuell 380 Syrer, davon 94 Asylbewerber (Stand 30. Juli). Am Wochenende nahm die Bundespolizei in Rostock drei Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien in Gewahrsam. Die Männer im Alter von 18, 25 und 28 Jahren kamen am Sonntag vermutlich per Fernbus von Berlin und wollten weiter nach Skandinavien. Sie stellten Asylanträge.

dpa