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Südwestmecklenburg Drogengeschäfte auf Reiterhof: Lange Haftstrafe gefordert
Mecklenburg Südwestmecklenburg Drogengeschäfte auf Reiterhof: Lange Haftstrafe gefordert
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21:15 15.11.2019
Ein Ehepaar mit seiner Tochter steht wegen bandenmäßigen Drogenhandels von Montag an vor dem Landgericht Schwerin. Die Staatsanwaltschaft wirft den 54, 53 und 34 Jahre alten Angeklagten vor, zwischen 2013 und 2016 auf ihrem Reiterhof im Landkreis Ludwigslust-Parchim im großen Stil Cannabis angebaut und mit dem daraus gewonnenen Marihuana gehandelt zu haben. Quelle: Cornelius Kettler
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Schwerin

Im Prozess um Drogengeschäfte einer Reiterhof-Familie aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim hat die Staatsanwaltschaft wegen bandenmäßigen Drogenhandels sechs Jahre und drei Monate Haft für den Vater der Familie gefordert.

Die Anklage sah es am Freitag vor dem Landgericht Schwerin als erwiesen an, dass der 54-Jährige zwischen 2013 und 2016 auf seinem Reiterhof Cannabis angebaut und mindestens 55 Kilogramm Marihuana an einen Zwischenhändler verkauft hat. Den daraus erzielten Erlös von knapp 248 000 Euro soll der Angeklagte zudem an die Staatskasse zahlen.

Mutter und Tochter: Haft auf Bewährung?

Für die 53-jährige Mutter und die 34-jährige Tochter beantragte die Staatsanwaltschaft jeweils zwei Jahre Haft auf Bewährung. Sie hätten sich der Beihilfe schuldig gemacht, indem sie Drogenpakete an den Zwischenhändler übergaben, Geld entgegennahmen und es zählten.

Der Verteidiger des Vaters plädierte für eine Haftstrafe von fünf Jahren und neun Monaten, die Rechtsanwälte der beiden Frauen hofften auf Bewährungsstrafen von höchstens zwei Jahren.

Übrige Taten nur schwer nachzuweisen

Ursprünglich war die Staatsanwaltschaft von weitaus umfangreicheren Drogenmengen und Verkaufserlösen ausgegangen. Die drei Angeklagten bestätigten nur einen Teil davon in ihren Geständnissen.

Da die übrigen vorgeworfenen Taten im Detail nur schwer nachzuweisen sind und dies an der Strafhöhe wenig ändern würde, wurden die Verfahren vorläufig eingestellt.

Vater saß bereits Gefängnisstrafe ab

Beim geforderten Strafmaß für den Vater ist eine mehr als vierjährige Gefängnisstrafe mit einbezogen, die er nach einem Urteil vom Dezember 2017 wegen ähnlicher Drogendelikte bereits absitzt. Damals wurde auch der inzwischen 32 Jahre alte Sohn der Familie wegen Drogenhandels zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Das Urteil im aktuellen Prozess soll am Montag (18. November/12.00 Uhr) verkündet werden.

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Von RND/dpa

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