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Südwestmecklenburg Ermittlungen nach verheerendem Waldbrand bei Lübtheen eingestellt
Mecklenburg Südwestmecklenburg Ermittlungen nach verheerendem Waldbrand bei Lübtheen eingestellt
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10:17 06.09.2019
Tagelang waren die Einsatzkräfte im Juli 2019 auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) aktiv, um das Feuer unter Kontrolle zu kriegen. Nun teilt die Staatsanwaltschaft mit: Es war keine Brandstiftung. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp
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Lübtheen/Schwerin

Knapp zwei Monate nach dem verheerenden Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsgelände bei Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat die Staatsanwaltschaft Schwerin ihre Ermittlungen eingestellt. Es gebe keine Anhaltspunkte für Brandstiftung und auch keinen Tatverdächtigen, sagte Staatsanwältin Claudia Lange am Freitag. Deshalb seien die Ermittlungen eingestellt worden.

Phosphor-Munition war Auslöser

Dem Bericht zufolge könnte durchgerostete Munition mit Phosphor das Feuer ausgelöst haben. Kontakt mit Licht führe bei Phosphor zu einer Stichflamme. Und da die Umgebung bei Lübtheen sehr trocken gewesen sei, hätten sich Teile des Waldbodens dadurch schnell entzünden können – auch an mehreren Stellen gleichzeitig.

Bildergalerie: So verlief der größte Waldbrand MVs bei Lübtheen

Ein erneutes Feuer auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hält die Region in Atem.

Ende Juni waren Waldflächen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Brand geraten. Der Landkreis löste am 30. Juni Katastrophenalarm aus. Anfang Juli waren rund 5000 Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten zugange. Das Feuer erfasste rund 1200 Hektar und gilt als der bisher größte Waldbrand in der Geschichte des Landes. Vier Ortschaften mit insgesamt 650 Einwohnern wurden vorsorglich evakuiert. Am 8. Juli kam die Entwarnung.

Dankesfeier für Helfer

An diesem Sonnabend sind die Helfer im Kampf gegen den Waldbrand zu einer Dankesfeier eingeladen. Etwa 3000 Menschen werden erwartet, wie eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim mitteilte. Neben Einsatzkräften beteiligten sich auch Anwohner der vom Feuer bedrohten Dörfer an der Feier, die unter dem Motto stehe: „Wir sind alle Helden“.

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Von dpa