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Südwestmecklenburg Hofmanns wunderbare Müll-Waschmaschine
Mecklenburg Südwestmecklenburg Hofmanns wunderbare Müll-Waschmaschine
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11:43 31.03.2018
Michael Hofmann verwandelt in seiner Fabrik Plastik in Granulat, das er anschließend verkauft. Quelle: Frank Hormann / Nordlicht
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Schwerin

Im Januar begann in der Welt der Müllverwertung eine neue Zeitrechnung. China, bislang größter Abnehmer von Plastikabfällen, machte die Schranken dicht. Grund dafür waren Umweltprobleme: Zu schmutzig war der Müll, zu wenig sortenrein, wie es in der Verwertungsbranche heißt. Nun herrscht Krisenstimmung. Wohin mit den 560000 Tonnen deutschem Kunststoffmüll, der bisher in China landete? Abkippen auf Deponien ist verboten, ein Großteil wird daher zurzeit verbrannt. Um das zu beenden, werden gerade neue Recyclingverfahren gesucht. Damit endlich funktioniert, was bisher bloß auf bunten Schautafeln klappte: aus altem Plastik neues machen. Hier kommt Michael Hofmann (59) mit seiner Wundermaschine ins Spiel.

Seit knapp zwei Jahren betreibt der Verfahrenstechnik-Ingenieur aus Hamburg am Schweriner Stadtrand ein Recycling-Unternehmen. Rund um die Uhr, sieben Tage die Woche laufen die Anlagen. Sie verwandeln Plastik in weißes und graues Granulat, begehrter Industrie-Rohstoff , den Hofmann unter dem Markennamen „Ecophoenixx“ verkauft. Der Stoff ist knapp, seit China das Recycling einstellte.

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Bis 2022 soll die Kapazität auf 98000 Tonnen steigen. 150 neue Job sollen entstehen. 45 Millionen Euro will das Unternehmen investieren - auch mit Hilfe von Investoren. 2016 hat sich die Firma in Schwerin angesiedelt, in der Nachbarschaft von Nestle.

Gerald Kleine Wördemann