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Südwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim: 20 Wildunfälle in einer Nacht – drei Verletzte
Mecklenburg Südwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim: 20 Wildunfälle in einer Nacht – drei Verletzte
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17:16 18.04.2019
Bei fast allen Unfällen im Landkreis Ludwigslust-Parchim waren Rehe beteiligt. (Symbolbild) Quelle: Julian Stratenschulte / dpa
Parchim

In der Nacht zu Donnerstag sind auf den Straßen des Landkreises Ludwigslust-Parchim mehrere Autofahrer mit Wildtieren kollidiert. Wie die Polizei mitteilte, wurden bei insgesamt 20 Unfällen drei Personen verletzt – eine davon schwer. Den durch die Unfälle angerichteten Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 35 000 Euro. Die Unfälle seien vorwiegend während der Dämmerungsphasen am Mittwochabend und Donnerstagmorgen passiert.

Bei einem Ausweichmanöver am Mittwochabend auf der Kreisstraße 106 nahe der Ortschaft Demen wurden drei Personen verletzt. Ein Pkw-Fahrer war – vermutlich vor Schreck – einem Fuchs ausgewichen. Dabei war er mit seinem Auto von der Straße abgekommen und auf einem angrenzenden Feld zum Stehen gekommen. Die Beifahrerin wurde dabei schwer verletzt. Der Fahrer und ein weiterer Insasse erlitten leichte Verletzungen.

Fast immer Rehe beteiligt

Am Donnerstagmorgen ist ein Autofahrer auf der Landestraße 9 bei Crivitz mit seinem Wagen gegen einen Baum geprallt. Er wollte einem Hirsch ausweichen. An seinem Fahrzeug entstand ein Sachschaden von gut 6000 Euro. Nach einem Zusammenstoß mit einem Reh wurde am Donnerstagmorgen auf der B 321 bei Bandenitz ein Pkw derart stark beschädigt, dass er abgeschleppt werden musste. In den übrigen Fällen waren ebenfalls Rehe beteiligt.

Wie gefährlich sind Mecklenburg-Vorpommerns Straßen? Im Jahr 2018 starben 86 Menschen bei Verkehrsunfällen im Land – sieben mehr als im Vorjahr. Klicken Sie sich durch die Fotostrecke zu Unfällen, die sich seit 2018 in Mecklenburg-Vorpommern ereignet haben, und fahren Sie bitte rücksichtsvoll.

Polizei warnt vor Ausweichmanövern

Aus aktuellem Anlass rät die Polizei zur defensiven Fahrweise. Insbesondere in der Dämmerung und auf ausgeschilderten Streckenabschnitten sollte vorsichtig gefahren werden. Zudem warnt die Polizei vor Ausweichmanövern. Bei plötzlich aufkommendem Wild sollte das Lenkrad stets gerade gehalten und zudem stark abgebremst werden.

Gemessen an der Gesamtzahl der Unfälle liegt der Anteil der Wildunfällen im Landkreis Ludwigslust-Parchim laut Polizei bei knapp 40 Prozent.

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df