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Südwestmecklenburg Lebenslange Haft für Mord an schlafendem Rentner gefordert
Mecklenburg Südwestmecklenburg Lebenslange Haft für Mord an schlafendem Rentner gefordert
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11:48 20.05.2019
Im November 2018 soll der Angeklagte den schlafenden 85-Jährigen in seinem Zimmer aufgesucht und ihm die Kehle durchtrennt haben. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild
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Wittenburg/Schwerin

Nach fünf Verhandlungstagen neigt sich der Prozess um den Mord an einem 85-Jährigen dem Ende zu. Die Staatsanwaltschaft bescheinigt dem Angeklagten „krasse Selbstsucht“. Der junge Mann aus Afghanistan habe sich bereits etwa vier Wochen vor der Tat am 17. November 2018 mit dem Gedanken getragen, den 85-Jährigen zu töten, sagte die Staatsanwältin am Montag in ihrem Plädoyer. Er soll den Vater seiner deutschen Geliebten in den Hals geschnitten und getötet haben, als dieser nachts in seinem Bett lag. Die Staatsanwältin fordert lebenslange Haft.

Der Angeklagte habe eine sexuelle Beziehung zur Tochter des Opfers gehabt, allerdings habe die 50-Jährige die Beziehung einige Wochen vor der Tat auf Eis gelegt, weil er Geld, das sie ihm zusteckte, verspielt habe. Möglicherweise habe der junge Mann die Frau bestrafen wollen, indem er ihrem Vater die Kehle durchschnitt, sagte die Staatsanwältin.

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Täter pflegte sein späteres Opfer

Möglicherweise habe er auch den jungen Bosnier, den die Tochter zur Pflege des alten Mannes engagiert hatte, als vermeintlichen Nebenbuhler aus dem Weg räumen wollen, weil der dann nicht mehr nötig sei.

Der Afghane war vier Monate vor der Tat in Wittenburg kurzzeitig mit der Pflege des alten Mannes betraut gewesen. Im November sollte er die Garage und den Garten aufräumen. Der Angeklagte schwieg im Prozess.

dpa/RND

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