Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Südwestmecklenburg Trotz Wunsch der Verwaltung: Ludwigslust-Parchim erhöht Kreisumlage nicht
Mecklenburg Südwestmecklenburg

Ludwigslust-Parchim erhöht Kreisumlage nicht

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:34 18.12.2019
Die Kreisumlage im Landkreis Ludwigslust-Parchim bleibt stabil. Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Anzeige
Parchim

Die Kreisumlage im Landkreis Ludwigslust-Parchim wird entgegen dem Wunsch der Verwaltung nicht erhöht. Der Kreistag beschloss am Dienstagabend, die Umlage im kommenden Jahr stabil bei 39,9 Prozent und damit auf einem im Landesvergleich niedrigen Stand zu halten. Die Verwaltung wollte sie eigentlich auf 40,9 Prozent anheben, um Investitionen zu finanzieren.

Die Kreisumlage ist von den Städten und Gemeinden an den Landkreis abzuführen und immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Ludwigslust-Parchim ist weiterhin einer von drei Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Kreisumlage unter 40 Prozent: Der Landkreis Rostock verlangt von seinen Gemeinden 39,96 Prozent, der Landkreis Nordwestmecklenburg 39,85 Prozent.

Anzeige

169 Millionen Euro für Investitionen

Der neue Haushalt des Landkreises Ludwigslust-Parchim enthält eine Investitionsoffensive, wie ein Sprecher der Kreisverwaltung am Mittwoch betonte. Der Haushalt hat demnach ein Volumen von 385 Millionen Euro für laufende Ausgaben und 169 Millionen Euro für Investitionen, inklusive Breitbandausbau, für allein etwa 130 Millionen Euro vorgesehen sind. In den Erhalt der Kreisstraßen sollen knapp 16 Millionen Euro fließen. Damit werde erstmals kein weiterer Substanzverlust eintreten, sondern ein erster Schritt zum Abbau des Investitionsstaus getan, hieß es. Ein Großprojekt ist auch der lange geplante Umbau der Elde-Mühle in Parchim zu einer Theaterspielstätte.

Im Brand- und Katastrophenschutz erhöhe der Landkreis im Vergleich zum Vorjahr seine Investitionen um 1 auf 3,3 Millionen Euro. Die Notwendigkeit dafür hätten die Großbrände der beiden letzten Sommer gezeigt, zuletzt auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen. Mehrere Orte hatten evakuiert werde müssen, wegen der hohen Munitionsbelastung konnten herkömmliche Löschfahrzeuge nicht zu den Brandherden vordringen.

Tanklöschfahrzeuge werden neu angeschafft

Der Landkreis wird sich am Kauf von zwei geländegängigen Tanklöschfahrzeugen TLF 5000 „Typ Brandenburg“ beteiligen. Dafür sind dem Vernehmen nach 200.000 Euro eingeplant. 80 Prozent der Kosten trägt das Land. Die Mittel dafür stammen aus dem 50 Millionen Euro umfassenden Sonderfonds des Landes für die Feuerwehren. Als Reaktion auf die verheerenden Waldbrände hatte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) die Bestellung von insgesamt acht Speziallöschfahrzeugen veranlasst. Sie sollen in den drei waldreichsten Gebieten des Landes stationiert werden.

Weitere Nachrichten aus Südwestmecklenburg lesen Sie hier.

Von RND/dpa