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Südwestmecklenburg Nach Großbrand im Wald bei Lübtheen: Jetzt steht die Ursache fest
Mecklenburg Südwestmecklenburg Nach Großbrand im Wald bei Lübtheen: Jetzt steht die Ursache fest
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14:37 07.08.2019
Wegen des Brands auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern mussten hunderte Menschen zeitweise ihre Wohnungen verlassen. Nun steht die Brandursache fest. Quelle: Jens Büttner/dpa
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Lübtheen

Knapp 1000 Hektar Wald waren durch das Feuer auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Mehrere Dörfer mussten zeitweise evakuiert werden. Der verheerende Waldbrand gilt als einer der größten in der Nachkriegsgeschichte des Landes. Zunächst hatten die Behörden Brandstiftung vermutet.

Ein erneutes Feuer auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hält die Region in Atem.

Am Mittwoch gab die Staatsanwaltschaft Schwerin schließlich bekannt, dass der Sachverständige für Brand- und Explosionsursachen zu einem anderen Ergebnis gekommen sei: Der Experte gehe von einer natürlichen Brandursache aus.

„Feuer nie ganz erloschen“

Auslöser des Großbrandes, der am 30. Juni ausbrach, ist demnach der Brand vom 25. Juni. Wörtlich heißt es: „Er geht davon aus, dass sich das Brandgeschehen in den Tagen danach immer wieder beruhigt hat, das Feuer aber nie ganz erloschen war, so dass es nach dem 25.06.2019 keines fahrlässigen oder vorsätzlichen Handelns durch Personen bedurfte, um die extreme Situation ab dem 30.06.2019 herbeizuführen.“

Auch der Brand vom 25. Juni hatte demnach eine natürliche Brandursache: „Durch Umsetzung von phosphorhaltiger Munition im Zusammenhang mit den meteorologischen Bedingungen und der in diesem Gebiet vorhandenen extrem trockenen Brandlast ist eine natürliche Brandentstehung wahrscheinlich.“ Eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung könne jedoch nicht sicher ausgeschlossen werden, teilt die Staatsanwaltschaft mit.

Das Feuer auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz hatte fast eine Woche gewütet. Die Löscharbeiten waren erheblich eingeschränkt, weil der Waldboden stark mit alter Munition belastet ist.

Knapp 1000 Hektar Wald wurden durch das Feuer schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Ermittlungen sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht abgeschlossen.

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Von OZ

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