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Südwestmecklenburg Nach Vergewaltigung in Parchim: Polizei sucht mit Gentest nach Täter
Mecklenburg Südwestmecklenburg Nach Vergewaltigung in Parchim: Polizei sucht mit Gentest nach Täter
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12:37 05.08.2019
Einem Mann wird mit einem Wattestäbchen eine Speichelprobe zum DNA-Test entnommen (Symbolbild). Quelle: dpa
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Parchim

Ein halbes Jahr nach der bislang noch nicht aufgeklärten Vergewaltigung einer jungen Frau in Parchim weitet die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen aus. Am Montag startete in Parchim ein Massen-Gentest, mit dessen Hilfe die Polizei hofft, dem Täter auf die Spur zu kommen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden knapp 300 Männer im Alter zwischen 25 und 40 Jahren aufgefordert, eine Speichelprobe abzugeben. Sie waren den Ermittlungen zufolge zur Tatzeit mit ihren Mobiltelefonen in der Funkzelle in Tatortnähe eingeloggt. Noch bis zum Samstag besteht die Gelegenheit zur freiwilligen Teilnahme an dem DNA-Abgleich. Die Proben würden vom Landeskriminalamt unverzüglich untersucht und ausgewertet, hieß es.

Opfer war nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine 21-jährige Frau. Sie war in den Abendstunden des 1. Februar 2019 in Parchim von hinten angegriffen, zu Boden gestoßen und sexuell missbraucht worden.

Zwei Vergewaltigungen innerhalb kurzer Zeit

In der mecklenburgischen Kleinstadt waren im vergangenen Winter kurz hintereinander zwei junge Frauen vergewaltigt worden. Beide Taten stehen den bisherigen Ermittlungen zufolge aber nicht im Zusammenhang, die Tätersuche blieb bislang erfolglos.

Erstes Opfer war im Dezember eine 17-Jährige. Auch in diesem Fall war ein Massen-Gentest angeordnet worden, zu dem im Frühjahr mehr als 1000 Männer aufgerufen waren. Die Ermittlungen dazu sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht abgeschlossen.

Seit 1992 wurden in Mecklenburg-Vorpommern etwa 400 Menschen ermordet. Mehr als 90 Prozent dieser Fälle wurden aufgeklärt. Doch auch dreiste Raubüberfälle, Trickbetrugsserien und mysteriöse Skulpturen bewegten in den letzten Jahren das Land. Wir zeigen spektakuläre Kriminalfälle, die in MV für Aufsehen sorgten.

RND/dpa

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